Winter hat kaum Chancen

42-Tage-Wettertrend: November will jetzt doch nur selten seine Winterkrallen zeigen

24. Oktober 2021 - 15:47 Uhr

Wie wird das Wetter in den nächsten sechs Wochen?

Die Wettertrends für den November haben sich mächtig gedreht. Nach einem milden Start bis an die 20 Grad im Süden steht eine längere ungemütliche, noch recht milde und nasse Periode ins Haus. Dann kommt zwar eine etwas kältere Phase, auch mit Minusgraden in den Nächten, aber ein nachhaltiger Wintereinbruch wird das nicht werden, auch im Süden nicht. Richtung Monatsende geht der Trend derzeit eher wieder in die andere Richtung - auf zweistellige Plusgrade.

Oben im Video: Wann bleibt der erste Schnee liegen?

Das Wetter im Norden: Kurz frostige Tage, aber kein Schnee

Wetterprognose für 42 Tage in Hamburg, Norddeutschland
Wettervorhersage für Hamburg für 42 Tage (Stand der Prognose 24. Oktober 2021)
© wetter.de, weter.de

Der Start in den November sieht im Norden noch sehr mild aus. Mit Höchstwerten von knapp über 15 Grad ist es aber auch recht unbeständig dabei. Richtung Monatsmitte bleibt es trockener bei knapp zweistelligen Temperaturen am Tage. Ein krasser Absturz ist dann ist dann kurz vor dem dritten November-Wochenende berechnet. Bei Werten knapp über dem Gefrierpunkt sind dann auch die Nächte frostig. Mit dem Schnee wird es eng, da keine Niederschläge prognostiziert sind. Oder erst dann, als Richtung Monatsende, wenn es zu mild wird. Ein nachhaltiger Wintereinbruch ist das auf jeden Fall noch nicht.

Das Wetter im Westen: Nach ungemütlicher eine trockene und kältere Phase

Wettervorhersage für 42 Tage in Köln, Westdeutschland
Der 42-Tage-Wettertrend für den Westen am Beispiel von Köln (Stand der Vorhersage: 24. Oktober 2021)
© wetter.de

Auch im Westen geht der Oktober ruhig zu Ende. Mit Höchstwerten von zum Teil über 15 Grad können wir die letzten Oktobertage noch genießen. Denn genau zum Monatswechsel stellt sich die Wetterlage um. Nicht nur die Temperaturen fallen, sondern es wird auch jede Menge Niederschlag berechnet. Ab dem zweiten November-Wochenende (13./14.11.) wird es trockener und es geht dann mit den Werten abwärts. Zum Ende der zweiten Dekade liegen die Höchstwerte bei knapp über 5 Grad, in den Nächten müssen wir vermehrt mit Frost rechnen. Nach 10 Tagen ohne Regen kommen wieder mehr kleinere Niederschlagssignale auf. Und es wird wieder deutlich milder dazu. Es reicht also auch hier nur für ein paar Tage für einen Hauch von Winterfeeling.

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Wettervorhersage für 42 Tage in Berlin, Ostdeutschland
Der 42-Tage-Wettertrend für den Osten am Beispiel von Berlin (Stand der Vorhersage: 24. Oktober 2021)
© wetter.de

Bis zum Monatswechsel steigen die Temperaturen noch einmal stetig an. Mit Spitzenwerten um die 15 Grad startet der November noch einmal sehr mild. Und der elfte Monat wird auch im Osten unbeständiger, auch wenn hier die Niederschlagssummen nicht ganz so hoch ausfallen. Die Höchstwerte liegen bis zur Monatsmitte meist zwischen 8 und 13 Grad. Und kalte Luft kommt auch hier kurz vor dem dritten Wochenende (20./21.11.) ins Spiel. Es könnte sogar weiß werden, Niederschläge und Werte um den Gefrierpunkt lassen hoffen. Doch nach ein paar Tagen mit frostigen Nächten und Höchstwerten knapp über Null Grad steigen die Temperaturen mit neuen Niederschlägen wieder auf positive zweistellige Werte. Der Winter ist also auch hier schnell wieder vom Tisch.

Das Wetter im Süden: Fast 20 Grad zum Novemberstart, Winter lässt sich noch Zeit

Wettervorhersage für 42 Tage in München, Süddeutschland
Der 42-Tage-Wettertrend für den Süden am Beispiel von München (Stand der Vorhersage: 24. Oktober 2021)
© wetter.de

Das Monatsende und der Start in den November können sich im Süden sehen lassen. Zum Start in den trüben Monat sind fast 20 Grad berechnet – nicht schlecht. Doch auch hier deutet sich eine Wetteränderung an. Mit einigen Niederschlägen gehen auch die Temperaturen zurück auf 7 bis 12 Grad. Ab der Monatsmitte soll es dann auch am Tage Richtung Gefrierpunkt gehen. Auch etwas Nachtfrost taucht wieder vermehrt auf. Da aber kaum Niederschläge berechnet werden, gibt es auch kein Schnee. Richtung Monatsende wird es auch zu warm dafür mit Höchstwerten um die 10 Grad. Einen nachhaltigen Wintereinbruch wird es somit auch im Süden nicht geben.

Was ist der Goldene Oktober?

Im Herbst können wir im Goldenen Oktober nochmal Sonne tanken und uns an der Farbenvielfalt der Natur freuen. Das hat das Wetter gut eingerichtet. Denn es kommt oft im zweiten Oktober-Drittel zu einer Wetterlage, die einen Goldenen Oktober mit viel Sonnenschein und leuchtend buntem Herbstlaub möglich macht. Das bedeutet, es etabliert sich ein stabiles Hoch über Mittel- oder Osteuropa, das atlantische Tiefdruckgebiete in die Schranken weist. Tagsüber kann es dann oft noch 20 Grad geben, nachts wird es schon kalt. Durch die schon tief stehende Sonne sind auch die Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge besonders schön und lassen die Welt erst recht in einem goldenen Licht erstrahlen.

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Wettervorhersage: So funktioniert unser 42 Tage-Wetter

Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen. Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unser 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben.

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(oha)