"Wenn ich 38 Stunden schaffe, kriegt ihr auch eine hin!"

Schwangere trägt bei Geburt Corona-Maske - ganze 38 Stunden am Stück

06. Juli 2020 - 9:35 Uhr

Appell an alle Maskengegner

Einen Mundschutz in Zeiten von Corona zu tragen, ist wichtig, um sich und vor allem andere zu schützen. Für Radiomoderatorin Jai Kershner war es darum keine Frage, dass sie diesen auch während der Geburt ihres Sohnes trägt. 38 Stunden lag die US-Amerikanerin aus Clarksville im US-Bundesstaat Tennessee in den Wehen, eine Maske trug sie während der gesamten Zeit. Jetzt wendet sie sich an alle, die sich beschweren, eine Maske beim Einkaufen tragen zu müssen und sagt: "Wenn ich 38 Stunden schaffe, kriegt ihr auch eine Stunde hin!"

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#WearADamnMask - Tragt eine verdammte Maske

"Wenn ich eine Maske während 38 Stunden Wehen, einem Kaiserschnitt und der anschließenden Genesung tragen kann… könnt ihr es auch für eine Stunde, wenn ihr zum Supermarkt geht oder andere Besorgungen macht." Mit diesen Worten und dem Hashtag #WearADamnMask ("Tragt eine verdammte Maske") richtet sich Kershner bei Twitter an alle, die sich darüber beklagen, auch für kurze Zeit einen Mundschutz tragen zu müssen.

Bei "Good Morning America" erklärt sie: "Als ich aus dem Krankenhaus nach Hause kam, bemerkte ich immer wieder Leute, die sich über das Tragen eines Mundschutzes beschwerten." Für die frischgebackene Mutter unverständlich: "Man trägt keine Maske für sich selbst, sondern eine Maske, um sich gegenseitig zu schützen. Gerade jetzt in der Gesellschaft müssen wir uns in jeder möglichen Art und Weise, in jeder Form und Gestalt lieben."

"Eine Maske ist nicht das Ende der Welt"

Kershner, die an Asthma leidet, und ihr Mann trugen während ihres gesamten Aufenthaltes im Krankenhaus eine Maske. Insgesamt fünf Tage. Und natürlich gibt sie zu: "Eine Maske ist unbequem." Aber: "Es ist nicht das Ende der Welt!"