Lockdown-Kosten von 35 Milliarden Euro pro Woche

Warum die Corona-Zeche nicht mit Steuererhöhungen bezahlt werden sollte

Experte: Steuererhöhungen nicht sinnvoll Wer bezahlt die Kosten des Corona-Lockdowns?
01:11 min
Wer bezahlt die Kosten des Corona-Lockdowns?
Experte: Steuererhöhungen nicht sinnvoll

30 weitere Videos

Die Corona-Krise wird teuer

Große Teile der Wirtschaft liegen wegen der Corona-Krise immer noch brach. Was uns diese Krise am Ende genau kosten wird, lässt sich noch nicht vorhersagen. Fest steht aber: es wird teuer. Der Ökonom Jens Südekum hat bereits berechnet, was uns der Corona-Lockdown zur Zeit kostet: 35 Milliarden Euro pro Woche. Das sind auf die Bevölkerung runtergerechnet jeden Tag 60 Euro pro Bürger. Viele Bürger fragen sich nun, ob sie es sind, die in Form von Steuererhöhungen am Ende die Corona-Zeche zahlen müssen? Das Gegenteil wäre sinnvoll, meint Reiner Holznagel vom Bund der Steuerzahler im Gespräch mit RTL. Warum seiner Ansicht nach Senkungen von bestimmten Steuern viel sinnvoller wären, sehen Sie im Video.

+++ Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de +++

Unklar, wie Konsumenten sich verhalten werden

 Jens Südekum 2020-04-05, Berlin, Deutschland - Jens Südekum, Professor für Internationale Volkswirtschaftslehre an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, zu Gast bei Anne Will im Ersten Deutschen Fernsehen. Thema der Talkrunde: Zwei Wochen Ausna
Jens Südekum
www.imago-images.de, imago images/Jürgen Heinrich, Jürgen Heinrich via www.imago-images.de

Die ersten Geschäfte haben wieder geöffnet und in kleinen Schritten kehrt ein bisschen Normalität zurück. Welche Lockerungen in Ihrem Bundesland gelten, sehen Sie hier. Die Wirtschaft kann aber noch lange nicht aufatmen. Denn was die Wirtschaft jetzt braucht, ist Konsum, also kauftüchtige Kunden. Dass die Deutschen schnell wieder in Shopping-Stimmung kommen, ist aber fraglich.

Jens Südekum Wirtschaftsprofessor der Universität im Düsseldorf erklärt im Gespräch mit RTL: "Wir wissen aber auch nicht, wie die Konsumenten reagieren. Wir wissen nicht, ob, wenn die Lockerungen aufgehoben werden, die Konsumenten wieder ticken wie vor der Krise oder ob sie nicht in Urlaub fahren wollen und nicht ins Restaurant gehen wollen, weil sie sparen und vorsorgen wollen."

„Es kann durchaus auch schlimmer werden“

ARCHIV - 24.03.2020, Hamburg: Containerschiffe liegen an den Terminals in Waltershof im Hamburger Hafen. (zu dpa «Statistisches Bundesamt zu Exporten im Februar 2020» vom 09.04.2020) Foto: Axel Heimken/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Export
ahe fgj, dpa, Axel Heimken

Wichtig für das Gesamtausmaß des deutschen Corona-Schuldenbergs wird auch sein, wie andere Länder die Corona-Krise bewältigen werden. Deutschland liefert viele Waren ins Ausland und ist somit auch abhängig von der Kaufkraft anderer Länder.

Dazu meint Südekum: "Es kann durchaus auch schlimmer werden. Denn viele Dinge haben wir leider nicht in der Hand. Wir können zum Beispiel nicht absehen und quantifizieren, wie gut andere Länder durch die Krise kommen. Das ist für uns als Exportnation natürlich extrem wichtig."

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

TVNOW-Dokus: Corona und die Folgen

Das Corona-Virus hält Deutschland und den Rest der Welt weiter in Atem. Auf TVNOW finden Sie jetzt die neue Doku "Was wir aus der Krise lernen".