300 Menschen in Köln gedenken Opfern von Hanau

Henriette Reker (parteilos, 2.v.r), OB von Köln, mit Dreigestirn (l) und Christoph Kuckelkorn (r). Foto: Oliver Berg/dpa
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20. Februar 2020 - 20:50 Uhr

Mehrere Hundert Menschen haben am Abend von Weiberfastnacht in Köln gegen den mutmaßlich rassistisch motivierten Anschlag in Hanau protestiert. An der Mahnwache und einer anschließenden Demonstration nahmen rund 300 Menschen teil, wie Sprecher der Veranstalter und der Polizei übereinstimmend sagten. Zu der Demonstration unter dem Titel "Rechten Terror stoppen" hatten verschiedene Bündnisse und Initiativen aufgerufen. In über 20 deutschen Städten waren für den Abend Demonstrationen, Kundgebungen und Mahnwachen angekündigt. In Hessen gedachten mehrere Tausend Menschen den Opfern. Auch am Freitag sollen Kundgebungen in Köln und anderen Städten stattfinden.

Der mutmaßlich rechtsradikale und rassistische Anschlag von Hanau hatte den Auftakt des Straßenkarnevals überschattet. Ein Deutscher hatte am Mittwochabend neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Später wurden der mutmaßliche Täter und seine Mutter tot in einer Wohnung aufgefunden. Der Generalbundesanwalt attestierte dem mutmaßlichen Täter eine "zutiefst rassistische Gesinnung".

Quelle: DPA