2G-Modell: Konzertveranstalter können Kritik nicht verstehen

27. August 2021 - 17:31 Uhr

Hamburg (dpa/lno) - Der Präsident des Bundesverbandes der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow, kann die Kritik am Hamburger 2G-Modells nicht verstehen. "Ich habe den Eindruck, dass die Kritiker das 2G-Modell nicht richtig verstanden haben", sagte Michow am Freitag. Niemand sei verpflichtet, die Chance, welche die von Hamburg eingeführte 2G-Regel für Veranstaltungen, Musikclubs oder die Gastronomie eröffnet, auch umzusetzen. 2G sei eine Option, um vorhandene Sitzplatz- und Raumkapazitäten uneingeschränkt auslasten zu können. Niemand sei verpflichtet, sie zu nutzen.

Die Kritik, dass es sich bei 2G um eine "Impflicht durch die Hintertür" handele, hält Michow für unberechtigt. "Kein Mensch kann und soll gezwungen werden, sich impfen zu lassen", sagte Michow. Aber wer sich nicht impfen lässt, könne keine Solidarität von Geimpften und Genesenen einfordern.

"Die Option von 2G bzw. 2G+PCR ist derzeit die einzige Alternative, um der Kulturveranstaltungswirtschaft zumindest ein kleines Stück den Weg zurück in die Normalität zu ebnen", sagt der Verbandspräsident. Anders als Gastronomen und Musikclubs müssten Konzertveranstalter Räume anmieten. Das lasse sich aber nur finanzieren, wenn der Veranstalter 100 Prozent der Kapazität des gemieteten Raums vollständig nutzen darf. "Daher fordern wir nun die unverzügliche bundesweite Umsetzung dieses Modells", sagte Michow.

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Quelle: DPA

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