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280 Thüringer Schulen zu klein oder mit zu wenig Klassen

Helmut Holter
Bildungsminister Helmut Holter (Die Linke). Foto: Martin Schutt/Archiv © deutsche presse agentur

Nach den Regeln des geplanten Schulgesetzes haben fast vier von zehn Thüringer Schulen zu wenig Schüler oder zu wenig Klassen pro Klassenstufe. Das geht aus Berechnungen der CDU-Fraktion auf Grundlage von Daten des Bildungsministeriums hervor. Betroffen seien 280 von 729 Schulen im Freistaat, wie die CDU-Fraktion am Freitag mitteilte. Die Daten beziehen sich auf das Schuljahr 2017/2018 und stammen aus der Antwort des Bildungsministeriums auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Christian Tischner, die der dpa vorliegt.

Nach bisherigen Plänen will die Landesregierung per Gesetz Mindestgrößen für Schulen einführen. Demnach sollen Grundschulen im ländlichen Raum mindestens 80 Schüler haben, in Städten und Gemeinden mit mehr als 6500 Einwohnern soll die Grenze bei mindestens 160 Schülern liegen. An Gymnasien sollen mindestens 540 Schüler lernen, an Gemeinschaftsschulen 264 und an Gesamtschulen 396. Außerdem stehen im bisherigen Gesetzentwurf Regeln zur Klassenstärke und wie viele Parallelklassen Schulen mindestens haben sollten.

Bildungsminister Helmut Holter hatte angekündigt, dass nach diesen Kriterien zu kleine Schulen durch Kooperationen erhalten bleiben können. Tischner kritisierte, die Landesregierung betreibe Schulpolitik, nach "völlig lebensfremden Vorstellungen".


Quelle: DPA

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