250 Leichen in Madrider Uni gefunden

20. Mai 2014 - 10:40 Uhr

Grauenvoller Medizinskandal an der Madrider Universität Complutense: Im Leichenkeller des anatomischen Instituts der Uni stapeln sich nach einem Bericht der Zeitung 'El Mundo' rund 250 leblose Spenderkörper pietätlos und "ohne jede Kontrolle und Hygiene". Die Leichen lägen dort zum Teil seit sieben Jahren bei Zimmertemperatur herum.

Die renommierte Uni räumte "Probleme" ein. Aufgrund der Krise und der Kürzungen haben man freigewordene Stellen nicht neu besetzen können, heißt es. In einer Mitteilung wird aber versichert, dass man erst vor ein paar Tagen mit einem Beerdigungsunternehmen ein Abkommen zur "Beseitigung" der Leichen erzielt habe, die noch in der laufenden Woche beginnen werde.

Der Leiter des anatomischen Instituts, Ramón Mérida, wurde von 'El Mundo' mit den Worten zitiert: "Wir sind ja nicht reich (...) der Angestellte, der den Verbrennungsofen bedient hatte, ist im Dezember in den vorzeitigen Ruhestand gegangen." Man habe die Stelle unter anderem aber auch deshalb nicht neu besetzen können, weil die Gewerkschaften sich darüber beklagt hätten, dass der 1991 installierte Ofen gesundheitsschädliche Gase ausstoße.