25.000 Menschen fliehen aus Elfenbeinküste nach Liberia

11. Februar 2016 - 10:42 Uhr

Als Folge der Unruhen im westafrikanischen Elfenbeinküste sind bislang etwa 25.000 Menschen in das Nachbarland Liberia geflohen. Das teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Genf mit. Der Sprecher der Organisation, Adrian Edwards, ergänzte, derzeit verließen pro Tag 600 Flüchtlinge ihre Heimat Richtung Liberia.

Im Osten Liberias an der Grenze zum Nachbarn Elfenbeinküste baue das Hilfswerk derzeit ein Lager für 18.000 Menschen aus, die zum Teil noch in 23 Dörfern untergekommen seien, sagte Edwards. Die Organisation könne derzeit 30.000 Flüchtlinge versorgen. Die Kapazitäten könnten aber schnell für 60.000 aufgestockt werden. Die meisten Menschen flüchteten aus Furcht vor Gewalt, obwohl sie damit noch nicht in Berührung gekommen seien. Hintergrund der Unruhen ist, dass sich der ehemalige Präsident Laurent Gbagbo seit mehr als sechs Wochen weigert, sein Amt an den Wahlsieger Alassane Ouattara zu übergeben, der auch international unterstützt wird. In dem Konflikt sind bereits mehr als 200 Menschen getötet worden. Menschenrechtsorganisationen werfen den Gbagbo-treuen Sicherheitskräften willkürliche Festnahmen und Gewalt gegen friedliche Demonstranten vor.