Beim 232. Versuch klappt's

Hier zeigt Ski-Profi Andri Ragettli seine krassen Parcours-Künste

21. Oktober 2019 - 20:13 Uhr

Der Boden ist Lava: Ski-Profi Andri Ragettli trotzt der Schwerkraft

231 fehlgeschlagene Versuche hintereinander – und dann, endlich, beim 232. Mal klappt alles wie am Schnürchen! Schon zum vierten Mal hat sich der Schweizer Freestyle-Ski-Sportler Andri Ragettli einen Turnhallen-Parcours der Superlative gebaut – und es sich diesmal fast zu schwer gemacht. Man muss es sehen, um es zu glauben: Wie der 21-Jährige der Schwerkraft trotzt, auf rollenden Autoreifen balanciert und vom Trampolin auf einen wackeligen Fahrrad-Lenker springt – im Video.

Mega-Parcours beim 232. Mal gepackt: "Es war unglaublich"

Parcours gehört für Ragettli zum normalen Trainingsablauf – aber für sein neuestes Instagram-Video hat er noch eine Schippe draufgelegt. Flink, zielsicher und gelenkig muss sein, wer hier überhaupt den Hauch einer Chance haben will. Aber Ragettli will ihn packen, den Mega-Parcours. Einen Tag lang geplant, sechs Stunden lang geübt, in einer Halle der Sportmittelschule in Engelberg, immer wieder – zum Haareraufen. "Zwischendurch habe ich echt gezweifelt, ob der Parkour nicht zu schwierig ist", meint Ragettli.

Drei Parcours-Videos hat der 21-Jährige in der Vergangenheit schon online gestellt, alle wurden Hits. Sein Motto "Der Boden ist Lava" ging schon mehrfach viral. Doch dieses Mal wollte er noch größer, extremer sein, alle seiner vorherigen Parcours-Videos toppen. Aber es war direkt das erste Element, das ihn die meiste Übungszeit kostete: "Am Fahrrad bin ich dauernd gescheitert. Das war definitiv der schwierigste Teil mit der Balance." Aber, klar, auch dieses Hindernis meistert er irgendwann mit Bravour: "Es war unfassbar, als ich es geschafft habe."

Schweizer Ski-Freestyler Andri Ragettli: "Ich möchte Leute inspirieren"

Wer genau hinhört, bemerkt sogar Ragettlis schweren Atem – sechs Stunden Hardcore-Parcours-Training gehen an die Substanz. "Ich hatte unglaublichen Muskelkater in den Beinen und im Rücken." Aber wer viral gehen will, muss leiden. "Ich bekomme sehr viele Reaktionen", meint Ragettli jetzt. "Das ist unglaublich, wie die Videos viral gehen. Sogar Novak Dokovic hat nach meinem Vorbild einen Parkour gebaut und hat mich in dem Video getaggt."

Ob er es noch ein fünftes Mal tun wird – mit einem noch härteren Hindernis-Parcours? Das bleibt fürs Erste ein Geheimnis. Jedenfalls hat Ragettli Spaß daran, Menschen mit Athletik zu unterhalten: "Deshalb denke ich mir immer wieder neue Dinge aus. Sei es der Parcours oder Brückensprünge. Das ist eine gute Abwechslung zum Skifahren. Denn ich möchte auch Vorbild sein, Leute inspirieren."