Siemens Blitzatlas

2021 gab es mehr Blitze in Rheinland-Pfalz als im Vorjahr

Gewitter
Blitze entladen sich während eines Gewitters.
Fabian Sommer/dpa/Symbolbild

In Rheinland-Pfalz hat es 2021 häufiger geblitzt als im Jahr zuvor. Insgesamt schlugen 15 658 Blitze ein, wie aus Messungen des Blitz-Informationsdienstes von Siemens hervorgeht. Bezogen auf die Fläche des Bundeslandes waren das 0,79 Blitze pro Quadratkilometer - nach 0,6 im Vorjahr.

Insgesamt liegt Rheinland-Pfalz damit im unteren Mittelfeld der Bundesländer. Ganz vorne liegen Baden-Württemberg, Bayern und Schleswig-Holstein. Bei den Blitzeinschlägen in den Hauptstädten lag die Stadt Mainz mit 0,36 Einschlägen pro Quadratkilometer im unteren Viertel.

Am häufigsten in Rheinland-Pfalz blitzte es in Koblenz: Dort schlugen insgesamt 243 Blitze ein, pro Quadratkilometer waren es 2,32. Pirmasens gehörte mit 0,26 Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer dagegen zu den zehn bundesweit blitzärmsten Kreisen.

Deutschlandweit gab es im vergangenen Jahr 491.000 Einschläge - das waren knapp 100.000 mehr als im Vorjahr. 2021 war gegenüber den Vorjahren wieder deutlich niederschlagsreicher bei dennoch hohen Temperaturen vor allem im Juni, erklärt der Leiter des Blitz-Informationsdienstes von Siemens, Stephan Thern.

Damit waren die Grundvoraussetzungen für Gewitter - Feuchtigkeit und heiße Temperaturen - vorhanden, um ein doch deutlich blitzintensiveres Jahr zu registrieren. Insgesamt schlugen im vergangenen Jahr bundesweit mehr als die Hälfte aller Blitze im Juni ein, als Unwetter in Teilen der Bundesrepublik für schwere Schäden gesorgt hatten.

Die Blitze werden mithilfe von rund 160 miteinander verbundenen Messstationen in Europa gemessen. Obwohl zwischen den Sensoren bis zu 350 Kilometer liegen, können die Blitzeinschläge damit auf bis zu 50 Meter genau ermittelt werden.