2018 in Thüringen so viele Studierende ohne Abi wie noch nie

Studierende sitzen in einem Hörsaal. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild
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31. März 2020 - 20:00 Uhr

In Thüringen haben 2018 so viele Menschen ohne Abitur studiert wie noch nie. In dem Bundesland gab es in dem Jahr 778 Studierende, die zuvor keine allgemeine Hochschulreife erworben hatten. Es waren knapp 1,6 Prozent aller Studierenden - 2017 waren es gut 1,4 Prozent gewesen. Das geht aus einer Berechnung des CHE Centrums für Hochschulentwicklung hervor.

Auch der Anteil derer, die ein Studium ohne Abitur begannen, stieg in Thüringen laut CHE auf einen Höchstwert. 2018 waren es demnach rund 2,1 Prozent aller Studienanfänger.

Im Vergleich mit den anderen Bundesländern liegt Thüringen mit diesen Zahlen auf Platz neun. Die meisten Studienanfänger ohne Abitur habe es 2018 anteilig in Hamburg (5,8 Prozent), Nordrhein-Westfalen (4,0) und Hessen (3,8) gegeben, heißt es in der Untersuchung.

In ganz Deutschland studierten 2018 der Untersuchung zufolge rund 62.000 Menschen ohne Abitur - ein Rekord. Das waren 2,2 Prozent aller Studierenden. Im Vergleich zum Jahr 2013 hat der Anteil der Studenten ohne Abitur deutschlandweit um 35 Prozent zugelegt.

Möglich ist ein Studium ohne Abitur für Menschen, die sich im Beruf hoch qualifiziert haben, zum Beispiel durch einen Meistertitel im Handwerk. So ersetzt etwa die Note aus der Meister- oder Fachwirtprüfung die Abinote. Eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung sind Voraussetzung.

Beliebteste Fächer sind bei den Studienanfängern ohne Abitur Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Hierfür entschieden sich mit 55 Prozent mehr als die Hälfte. Es folgten Ingenieurwissenschaften (20,8) und Medizin/Gesundheitswissenschaften (12,6).

Quelle: DPA