20-Jähriger räumt Brandanschlag auf Polizei-Bau ein

Ein Flatterband mit der Aufschrift "Polizeiabsperrung". Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild
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14. Juli 2020 - 9:30 Uhr

Der Brandanschlag auf den Neubau eines Polizeigebäudes in Greifswald von Anfang Juni ist nach Angaben der Polizei aufgeklärt. Der 20 Jahre alte Verdächtige, der in der Nacht zu Montag auf dem Baustellengelände gefasst worden war, habe in einer Vernehmung die Tat vom ersten Juniwochenende eingeräumt, wie eine Polizeisprecherin am Dienstag in Neubrandenburg sagte. Das Motiv sei "Frust auf Behörden" gewesen. Einen politischen Hintergrund gebe es nicht. Auch in der Nacht zum 13. Juli, als er mit einem Bekannten auf der Baustelle entdeckt wurde, habe er wieder einen Molotowcocktail an dem Gebäude zünden wollen.

Die Männer waren Beamten aufgefallen. Der Brandsatz wurde bei dem 20-Jährigen gefunden. In der Folge waren auch die Wohnungen der beiden jungen Männer durchsucht worden. In der Wohnung des 20-Jährigen waren weitere präparierte Molotowcocktails beschlagnahmt worden. Nun werde unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffenrecht und Verdacht der vorsätzlichen Brandstiftung ermittelt.

Bei dem Anschlag Anfang Juni war laut Polizei durch Zufall nur geringer Sachschaden an Dämmung und Türen entstanden. Der 16 Jahre alte Begleiter wurde seinen Eltern übergeben. Der 20 Jahre alte Tatverdächtige habe zudem einen Diebstahl von Alkohol in einem Supermarkt in Greifswald am 5. Juni zugegeben. Er kam nach der Vernehmung wieder auf freien Fuß.

Quelle: DPA