2,5 Millionen pro Monat: Schutzmasken-Produktion in Laage

Ein Mundschutz liegt auf einem Tisch. Foto: Georg Wendt/dpa
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17. September 2020 - 15:00 Uhr

Beim Biotechnologie-Unternehmen BM Bioscience Technology GmbH in Laage ist am Donnerstag die Produktion von medizinischen Schutzmasken aufgenommen worden. Zunächst werden bis zu 800.000 Schutzmasken pro Monat produziert, bei Bedarf kann die Zahl auf bis zu 2,5 Millionen erhöht werden, wie Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Rudolph beim offiziellen Produktionsstart sagte. Die Corona-Pandemie zeige, dass der Bedarf danach vor allem in Gesundheitsberufen riesig sei. Die Herstellung medizinischer Mund-Nasen-Bedeckungen im eigenen Land sei ein Befreiungsschlag gegen die Abhängigkeit von Lieferungen von außen und helfe beim Aufbau des Clusters "Textile Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern".

Die Corona-Pandemie habe deutlich gemacht, wie es zum Lockdown und den damit verbundenen Ausfuhrbegrenzungen zu weltweiten Engpässen bei persönlicher Schutzausrüstung und bei Medizinprodukten gekommen sei, betonte Rudolph. "Das hat uns gezeigt, wie sensibel die internationalen Wirtschaftsverflechtungen sind und wie wichtig es ist, bei der Sicherung unserer Grundversorgung von anderen unabhängiger zu werden."

Bei den Masken handelt es nach Angaben der Werksleiterin Anja Volkmann um sogenannte medizinische Gesichtsmasken Typ IIR, die auch bei Operationen verwendet werden können. Der Träger sei dabei gegen Flüssigkeiten von außen geschützt. "Das ist die höchste Produktklasse der einfachen OP-Masken", sagte Volkmann. Sie können über den Handel von jedem bezogen werden. Je nach Nachfrage nach den sogenannten FFP2-Masken, die noch mehr Sicherheit bieten, sei vorstellbar, dass BM Bioscience Technology auch in diesem Bereich investiere.

Inzwischen gebe es auch wieder die Möglichkeit, Masken aus Asien zu beziehen, erklärte Volkmann. Es zeige sich aber, dass diese Masken manchmal nicht den notwendigen Standards entsprechen. Da sei es von Vorteil, dass BM Bioscience Technology bereits aus dem Medizinproduktebereich kommt.

Quelle: DPA