19 Radon-Vorsorgegebiete in Thüringen ausgewiesen

Das Wort Radon ist auf einem Plakat zu lesen. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild
Das Wort Radon ist auf einem Plakat zu lesen. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild
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16. April 2021 - 11:21 Uhr

Erfurt (dpa/th) - Mehrere Regionen in Thüringen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums als sogenannte Radon-Vorsorgegebiete eingestuft. Das gilt für 19 Städte und Gemeinden in 9 Landkreisen, wie das Ministerium am Freitag mitteilte. Dies zieht für Betriebe in diesen Gebieten seit diesem Jahr auch die Pflicht zu regelmäßigen Messungen der Konzentration des Edelgases nach sich, wie das Ministerium unter Verweis auf eine Neuregelung des Strahlenschutzgesetzes betonte. Dabei müsse die Radon-Konzentration am Arbeitsplatz kontinuierlich über ein Jahr gemessen werden. Spätestens bis zum 30. Juni müssen Betriebsinhaber damit beginnen.

Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas. Das geruch- und geschmacklose Gas entsteht als Zwischenprodukt beim Zerfall von natürlich vorkommenden radioaktiven Stoffen im Boden. In Gebäuden kann es beispielsweise durch Risse im Fundament oder undichte Schächte eindringen. Die kurzlebigen Zerfallsprodukte des Radons lagern sich an Aerosole an und können so in die Lunge geraten und diese schädigen. Laut Ministerium gelten diese Ablagerungen nach dem Tabakrauchen als die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs in Deutschland. Zu den Radon-Vorsorgegebieten gehören in Thüringen unter anderem Tambach-Dietharz, Ilmenau, Posterstein und Schwarzatal.

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Quelle: DPA

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