Das Ding war scharf - was hätte alles passieren können?

19-Jähriger reist mit Handgranate im Rucksack durch Europa

Das Modell einer Handgranate jugoslawischer Bauart.
© dpa, Patrick Seeger

11. Januar 2021 - 13:42 Uhr

Griffbereit im Rucksack - die Granate war aus Bosnien-Herzegowina

Diese Akion ist schon sehr naiv, aber auch brutal gefährlich: Ein 19-Jähriger ist am Kölner Hauptbahnhof mit einer scharfen Handgranate im Rucksack festgenommen worden. Eine Streife habe den alkoholisierten Mann, der sich nicht habe ausweisen können, am frühen Samstagmorgen kontrolliert, berichtete die Bundespolizei am Montag. In seinem Gepäck sei dabei "griffbereit" die Granate entdeckt worden. Der alarmierte Entschärfungsdienst stufte den Sprengkörper jugoslawischer Bauart wenig später als "scharf" ein.

Handgranate im Urlaub auf einer Wiese gefunden?

Gegen den 19-Jährigen aus Bosnien und Herzegowina wird nun wegen eines Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt. Er gab laut Polizei an, die Granate in "seinem Urlaub in Bosnien auf einer Wiese gefunden und mitgenommen zu haben". Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung in Bielefeld wurden keine weiteren verbotenen Gegenstände entdeckt.

Bosnien-Herzegowina gilt bis heute als stark vermintes Gebiet. Kriegsmunition kann dort tatsächlich gefunden werden. Möglich ist aber auch, dass der 19-Jährige die Granate dort kaufte.