Prozess in Mönchengladbach gestartet

19-Jährige im Fanzug vergewaltigt: Angeklagter bestreitet die Tat

10. Mai 2019 - 16:16 Uhr

Angeklagter wurde schon mal wegen Vergewaltigung verurteilt

In Mönchengladbach steht heute ein 31 Jahre alter Mann vor Gericht, der eine 19-Jährige im Fanzug von Borussia-Mönchengladbach vergewaltigt haben soll. Der Mann war eigentlich schon rechtskräftig verurteilt – unter anderem wegen Vergewaltigung. Doch bevor er seine Haftstrafe antrat, wurde er offenbar wieder straffällig.

Vergewaltigung auf der Zugtoilette

Die Tat ereignete sich im April 2018 nach einem Bundesligaspiel von Borussia-Mönchengladbach gegen Bayern München. Es fing alles ganz harmlos an: Der Angeklagte und sein späteres Opfer lernten sich auf der Rückfahrt im Fanzug kennen. Beide hatten getrunken und fingen an, sich zu küssen. Der Angeklagte wollte dann offenbar mehr und lockte die Frau auf eine Zugtoilette. Dort soll er sie gegen ihren Willen zum Sex gezwungen haben.

Nach der Tat rief die 19-Jährige noch aus dem Zug ihre Eltern an. Die zeigten die Vergewaltigung bei der Polizei an. Mehrere Tage wurde nach dem Tatverdächtigen gefahndet, dann stellte er sich. Er meldete sich zum Haftantritt in einer Justizvollzugsanstalt in Moers (Nordrhein-Westfalen). Nun muss er sich schon wieder wegen einer Vergewaltigung vor Gericht verantworten.

Angeklagter behauptet: Sex war einvernehmlich

Angeklagter soll Frau im Fanzug vergewaltigt haben
Der 30-Jährige soll eine 19-jährige Frau sexuell missbraucht haben.
© privat

Der Angeklagte bestreitet die Tat. Vor Gericht ließ der 31-Jährige eine Erklärung seines Verteidigers verlesen, in der er erklärte, dass der Sex einvernehmlich gewesen sei. Damit steht es Aussage gegen Aussage. Die junge Frau sagte unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor Gericht aus. Ein Urteil in dem Fall wird am 24. Mai erwartet.

Der Angeklagte sitzt gerade seine Haftstrafe wegen der früheren Vergewaltigung und Körperverletzung ab. Im April 2018, als sich die nächste Tat ereignete, war er noch auf freiem Fuß, weil es damals beim Amtsgericht Mönchengladbach Verzögerungen gegeben hatte.