17 Minuten Stille: US-Schüler demonstrieren für Verschärfung des Waffenrechts

14. März 2018 - 22:52 Uhr

Landesweite Schulstreiks

Einen Monat ist es her, dass ein 19-Jähriger an einer Schule in Florida 17 Menschen tötete. Jetzt haben in den USA Schüler im ganzen Land an die Opfer des Massakers erinnert und gegen Waffengewalt protestiert.

Jede Minute einem Opfer gewidmet

In vielen Schulen im ganzen Land stand ab 10.00 Uhr Ostküstenzeit der Unterricht 17 Minuten lang still. Jede Minute war einem der Opfer gewidmet. Schüler und Lehrer verließen die Klassenräume und versammelten sich im Freien.  In mehreren Städten gab es zudem größere Protestaktionen, darunter New York. Vor dem Weißen Haus in Washington versammelten sich Tausende Kinder und Jugendliche. Auf dem Platz, auf dem sich sonst Touristen und Schaulustige tummeln, protestierten sie 17 Minuten lang im Sitzen. Der Regierungszentrale wandten sie dabei demonstrativ den Rücken zu.

Im Anschluss an die Gedenkaktion vor dem Weißen Haus zogen die Jugendlichen vor den Kongress, um dort zu protestieren. Die Aktion fand auf den Tag genau einen Monat nach dem Massaker an der Marjory Stoneman Douglas High School statt. Dort hatte der 19 Jahre alte Ex-Schüler Nikolas Cruz 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen.