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17-Jährige in Flensburg erstochen - Tatverdächtiger aus dem Bekanntenkreis

17-Jährige in Flensburg getötet
17-Jährige in Flensburg getötet 01:53

Asylbewerber sitzt in Untersuchungshaft

Polizei und Staatsanwaltschaft wollen die Hintergründe aufklären: Warum wurde eine 17-Jährige in Flensburg in ihrer Wohnung erstochen? Wegen des Verdachts des Totschlags sitzt ein Asylbewerber in Untersuchungshaft. Opfer und mutmaßlicher Täter kannten sich gut. 

Tatverdächtiger war als unbegleiteter Jugendlicher 2015 nach Deutschland gekommen

Nach dem gewaltsamen Tod einer 17-Jährigen in Flensburg sind weiterhin viele Fragen zu den Hintergründen des Verbrechens offen. Der 18 Jahre alte Tatverdächtige aus dem Freundeskreis des Opfers habe sich beim Haftrichter nicht geäußert, sagte die Leitende Staatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt.

Staatsanwaltschaft und Mordkommission arbeiten mit Hochdruck daran, den Fall aufzuklären. Der 18-Jährige sitzt seit Dienstag wegen Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft. Er soll am Montagabend die 17-Jährige in ihrer Wohnung erstochen haben. Die Obduktion ergab, dass die Verletzungen auf Fremdeinwirkung beruhen. Der 18-Jährige hatte selbst die Rettungskräfte alarmiert, die dem Mädchen jedoch nicht mehr helfen konnten. Die Polizei stellte das Tatwerkzeug, eine Stichwaffe, sicher.

Opfer und mutmaßlicher Täter kannten sich gut

14.03.2018, Schleswig-Holstein, Flensburg: Blumen und Grablichter stehen an einem Mehrfamilienhaus. In dem Gebäude ist am Montag eine 17-Jährige nach Messerstichen gestorben. Bei dem Tatverdächtigen im Fall des gewaltsamen Todes einer 17-Jährigen in
Warum wurde eine 17-Jährige in Flensburg in ihrer Wohnung erstochen? © dpa, Carsten Rehder, reh

Opfer und mutmaßlicher Täter kannten sich gut. Offensichtlich waren die Stiche eine Beziehungstat: "Die Polizei geht nach den bisherigen Ermittlungen von einer Beziehungstat aus und wir teilen, falls der Tatverdächtige tatsächlich der Täter sein sollte, diese Einschätzung", sagte der Sprecher der Stadt Flensburg, Clemens Teschendorf.

Der 18-Jährige lebt seit 2015 in Deutschland. Nach Kenntnis von Benita von Brackel-Schmidt von der Organisation Refugees Welcome Flensburg war der Afghane im Alter von 15 Jahren als unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland gekommen.

Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) sagte, sollte am Ende des rechtsstaatlichen Verfahrens eine Verurteilung des derzeit Tatverdächtigen stehen, seien nach Verbüßen der Strafe auch aufenthaltsrechtliche Maßnahmen bis hin zur Abschiebung zu treffen. "Wer solche Straftaten begeht, der hat sein Gastrecht verwirkt", sagte Grote.

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