16 Menschen sterben bei Razzia in China

13. Februar 2016 - 21:50 Uhr

Bei einer Polizeirazzia sind in Chinas Unruheprovinz Xinjiang laut Berichten mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Nach einer Durchsuchung im Ort Yilikeqi in Nordwestchina vergangene Woche sei es zu einer Schießerei gekommen, berichtete der US-Sender Radio Free Asia unter Verweis auf Polizeiangaben. Die Gesellschaft für Bedrohte Völker in Göttingen sprach unter Verweis auf Augenzeugenberichte sogar von bis zu 26 Toten. Auf Anfrage wollte sich die Polizei nicht dazu äußern. Eine Ladenbesitzerin in Yilikeqi hatte keine Schüsse gehört. In chinesischen Staatsmedien gab es auch keine entsprechenden Berichte.

Die Lage in Xinjiang ist seit schweren Unruhen 2009 mit mehr als 200 Toten angespannt. In den vergangenen Monaten gab es wiederholt blutige Zwischenfälle. Die muslimische Minderheit der Uiguren fühlt sich von den Chinesen unterdrückt. Von den zehn Millionen Angehörigen des Turkvolkes leben die meisten - sieben bis acht Millionen - in Xinjiang. China hatte sich das frühere Ost-Turkestan nach der Machtübernahme der Kommunisten 1949 einverleibt.