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16-jährige Umweltaktivistin Greta Thunberg mobilisiert tausende Schüler beim Hamburger Schulstreik #fridaysforfuture

Schule schwänzen für das Klima!

16-jährige Umweltaktivistin Greta Thunberg mobilisiert tausende Schüler in Hamburg

„Wir werden mit dem Schulstreik so lange weitermachen, bis sie endlich etwas tun“

Statt zu lernen sind knapp 4000 Schüler aus Norddeutschland ihrem Aufruf gefolgt. Am Freitag (1. März) war die 16-jährige Umweltaktivistin Greta Thunberg aus Schweden erstmals in Deutschland. Sie führte sie alle an, die Schule zu schwänzen und stattdessen für den Klimaschutz auf die Straße zu gehen: „Es ist großartig! Die Bewegung in Deutschland ist riesig . Die Schüler hier schreiben gerade Geschichte. Und ich bin stolz hier und heute neben ihnen zu stehen", sagte sie beim Streik in Hamburg. Und mit Blick auf die Politiker: „Wir werden mit dem Schulstreik so lange weitermachen, bis sie endlich etwas tun.“

Greta Thunberg wird weltweit von einer Welle der Sympathie getragen, muss sich aber auch vielen Anfeindungen stellen. Wie sie damit umgeht, zeigt unser Video

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut.“

Schulstreik für das Klima! Die Schüler wollten ein deutliches Zeichen setzen: „Wir sind hier wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut!"

Greta Thunberg hat eine ganze Generation in Bewegung gebracht. Seit August 2018 schwänzt das Mädchen regelmäßig freitags die Schule , um vor dem schwedischen Parlament für den Umweltschutz zu protestieren. Damit hat sie weltweit Aufsehen erregt und viele Schüler auch in Deutschland angesteckt.

„Niemand verbessert die Welt, indem er die Schule schwänzt.“

Aber Streiks trotz bestehender Schulpflicht rufen die deutschen Schulbehöden auf den Plan. So betonte der Hamburger Schulsenator am Freitag: „Auf Dauer wirkt es wenig überzeugend, ausgerechnet in der Schulzeit zu demonstrieren. Niemand verbessert die Welt, indem er die Schule schwänzt.“

Angesichts anhaltender Schüler-Demonstrationen für den Klimaschutz in Deutschland pocht auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek auf die Einhaltung der Schulpflicht. Ihrer Meinung nach gehöre unterstützenswertes Engagement in die Freizeit und rechtfertige nicht das Schulschwänzen.

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Schwänzen für den guten Zweck

Dennoch stehen viele Schüler und Eltern hinter der Bewegung „Fridays for Future“, das hat die Demonstration in Hamburg am Freitag deutlich gezeigt.

Vor rund einem halben Jahr hatte Umweltaktivistin Thunberg alleine vor dem schwedischen Reichstag in Stockholm damit begonnen, für stärkere Klimaschutzbemühungen ihres Landes zu protestieren. Durch Auftritte auf der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz und beim Weltwirtschaftsforum in Davos ist sie seitdem weltberühmt geworden.