15 NRW-Kommunen über Inzidenz 200

Ein Wattestäbchen mit einem Abstrich wird im Labor für einen Corona-Test verarbeitet. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild
Ein Wattestäbchen mit einem Abstrich wird im Labor für einen Corona-Test verarbeitet. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild
© deutsche presse agentur

18. April 2021 - 17:00 Uhr

Düsseldorf (dpa/lnw) - In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Städte und Landkreise mit einer Corona-Inzidenz über den Schwellenwert von 200 auf 15 gestiegen. Am Vortag waren es 14, vier weitere Kommunen - Dortmund und Bonn sowie die Kreise Lippe und Recklinghausen - lagen am Sonntag mit Werten über 195 nur noch knapp unterhalb dieser Grenze. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit.

Damit wird die für Montag (19.4.) geplante Rückkehr zum Präsenz-Schulunterricht im bevölkerungsstärksten Land erheblich gebremst. Für 13 Kommunen - darunter Duisburg, Gelsenkirchen, Solingen und Wuppertal - hatte das Land bereits am Freitag die Fortsetzung des Distanzunterrichts angeordnet. Außerdem setzten - Stand Sonntagnachmittag - Dortmund und Bonn sowie die Kreise Recklinghausen, Mettmann und Gütersloh den Vor-Ort-Unterricht wegen zu hoher Corona-Zahlen weiter aus. Ausnahmen gelten für Abschlussklassen und für Notbetreuung auf Antrag. Bielefeld kündigte Distanzunterricht ab Dienstag an. In NRW gibt es 53 Städte und Landkreise.

Bei einer Inzidenz über 200 an drei aufeinanderfolgenden Tage darf es in den Schulen keinen Präsenzunterricht mehr geben. Ausnahmen für Abschlussklassen und Notbetreuung sind möglich.

NRW-weit stieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und sieben Tagen am Sonntag weiter auf 167,1 (Vortag 164,5). Remscheid blieb mit einer Inzidenz von 342,2 negativer Spitzenreiter. Sechs von 53 Kommunen liegen noch unter der 100er-Schwelle, die schon eine Alarm-Marke für erweiterte Schutzvorkehrungen ist: die Kreise Soest, Neuss, Höxter und Coesfeld sowie die Städte Münster und Bottrop.

Landesweit infizierten sich binnen 24 Stunden 4438 Menschen an Corona - knapp 800 weniger als am Vortag. 14 weitere Todesfälle wurden gemeldet. In NRWs größter Stadt Köln stieg die Inzidenz von 172,4 auf 178,3. Dort - wie in mehreren weiteren NRW-Kommunen - waren Samstagfrüh nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten, gegen die es in Köln eine friedliche Protestkundgebung gab.

Insgesamt haben sich in NRW seit Ausbruch der Pandemie fast 680.000 Menschen infiziert. 14.868 Todesfälle wurden bis Sonntagfrüh gemeldet.

© dpa-infocom, dpa:210418-99-250519/3

Quelle: DPA

Auch interessant