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15 Jahre nach dem Tod einer Münsteranerin wurde ihr mutmaßlicher Mörder gefasst

Speichelprobe wird mit Wattestäbchen entnommen
Entnahme einer Speichelprobe. Foto: Bodo Marks/Archiv © deutsche presse agentur

Tatverdächtiger tauchte in Frankreich unter

Am 16. April 2003 fanden Polizisten die Leiche einer Frau aus Münster. Die Frau lag erstochen im Naherholungsgebiet Bagno in Steinfurt. Der Mörder der 37-Jährigen wurde nie gefasst. Erst jetzt, über 15 Jahre später, ging der Polizei der mutmaßliche Täter ins Netz. Der Mann war in Frankreich untergetaucht. 

Eine Speichelprobe wurde ihm zum Verhängnis

Der heute 47-Jährige hatte eine Sozialarbeiterin in Paris mit einem Messer angegriffen. Daraufhin entnahm ihm die französische Polizei eine Speichelprobe. Als sie die DNA des Mannes auch mit den Datenbanken in Deutschland abglichen, fiel auf, dass er wegen des Verbrechens gesucht wurde. 

Schon kurz nachdem die Polizei damals die Leiche der Münsteranerin gefunden hatte, geriet der Mann in Verdacht. Er war der Lebenspartner der Getöteten. Der Münsteraner mit türkischem Pass tauchte unter und alle Fahndungsmaßnahmen der Polizei blieben ohne Erfolg. Ersten Ermittlungen zufolge lebte der Verdächtige die letzten Zehn Jahre unter falschem Namen in Paris. 

Auslieferung des Tatverdächtigen wurde beantragt

"Die Staatsanwaltschaft Münster hat auf der Grundlage des europäischen Haftbefehls bereits das Auslieferungsverfahren für den heute 47 Jahre alten Beschuldigten eingeleitet", erklärte Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape. Wann der Mann nach Deutschland kommt, sei allerdings offen. Üblicherweise werde zuerst das Verfahren in Frankreich beendet.


Quelle: DPA, RTL.de

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