Zwei Frauen retten dem Teenager das Leben

Junge (15) hält sich an Ramadan-Regeln - und stirbt deshalb fast!

Brunsbüttel: 15-Jähriger bricht nach einer Woche Fasten zusammen.
Brunsbüttel: 15-Jähriger bricht nach einer Woche Fasten zusammen.
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21. April 2021 - 10:25 Uhr

Brunsbüttel: 15-Jähriger bricht nach einer Woche Fasten zusammen

Der muslimische Fasten-Monat Ramadan hätte diesem 15 Jahre alten Jungen fast das Leben gekostet! Der Teenager aus Brunsbüttel in Schleswig-Holstein ist mit einem Herzstillstand auf der Straße zusammengebrochen. Offensichtlich, weil er sich streng an die Regeln des Ramadan gehalten hat. Das heißt: Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang darf nichts gegessen oder getrunken werden. Zwei Frauen haben den Kollaps des Teenagers beobachtet – und sofort richtig reagiert! Damit haben sie das Leben des Jungen gerettet!

Frauen wurden per Telefon bei der Wiederbelebung angeleitet

Die Frauen im Alter von 41 und 55 Jahren fanden den Jungen am Montag leblos auf der Straße in Brunsbüttel und wählten den Notruf, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Per Telefon wurden sie bei der Wiederbelebung des Jungen angeleitet. Beim Eintreffen des Rettungswagens hatten es die Frauen geschafft: Der Junge war wieder in einem stabilen Zustand. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Wie die Polizei später mitteilte, hatte der aus Syrien stammende 15-Jährige nach Angaben seiner Eltern bereits eine Woche gefastet und war offensichtlich aus diesem Grund zusammengebrochen.

Ärzte appellieren an muslimische Eltern, ihre Kinder nicht fasten zu lassen

Ärzte appellieren immer wieder an muslimische Eltern, ihre Kinder im Ramadan nicht fasten zu lassen. Aus medizinischer Sicht sei das Fasten für Kinder und Jugendliche schädlich, insbesondere der Verzicht auf Flüssigkeit, erklärte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, im Fachportal "aerzteblatt.de". Fischbach zufolge sehen Kinder- und Jugendärzte während des Ramadans immer wieder sehr blasse und unkonzentrierte Kinder. "Manche kommen gleich aus der Schule zu uns, weil sie zusammengeklappt sind, weil sie starke Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen haben", so der Kinderarzt.