2018 M01 16 - 19:29 Uhr

Es war wohl kein Totschlag in der Drogerie

Rund drei Wochen nach dem gewaltsamen Tod eines 15-jährigen Mädchens im pfälzischen Kandel legt die Staatsanwaltschaft dem Verdächtigen nicht mehr Totschlag, sondern Mord zur Last.

Tat überraschend für das Opfer

Abdul D. Kandel
Abdul D. steht unter Mordverdacht.

Der mutmaßliche Täter habe in einem Drogeriemarkt unvermittelt mehrfach mit einem Messer auf die 15-Jährige eingestochen, für die der Angriff überraschend erfolgt sei, teilte die Staatsanwaltschaft Landau mit. Dafür, dass sich Täter und Opfer in dieser Situation gestritten hätten, gebe es bislang keine Anzeichen.

Das Messer habe er zuvor in einem anderen Geschäft gekauft, in das er dem Mädchen und seinen Begleitern gefolgt sei. Die Staatsanwaltschaft gehe deshalb von Heimtücke aus und bewerte die Tat als Mord. Unter Verdacht steht der Ex-Freund des Mädchens, ein offiziell 15 Jahre alter Flüchtling aus Afghanistan.

Ein Gutachten soll nun klären, wie alt der Mann ist. Das Ergebnis wird im Februar erwartet.