140 Millionen Euro bis 2022 vom Bund für Kitas

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23. August 2019 - 12:10 Uhr

Sachsen-Anhalt will die Gelder des Bundes aus dem "Gute-Kita-Gesetz" zu jeweils einem Drittel zur Verbesserung der Betreuung von Kindern, zur Ausbildung neuer Fachkräfte und zur Entlastung der Eltern von Gebühren einsetzen. Das sagte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Freitag in Halle. Dort unterzeichnete sie zusammen mit Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) den Vertrag zur Umsetzung des Gesetzes im Land. Bis 2022 fließen damit rund 140 Millionen Euro des Bundes in die Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung nach Sachsen-Anhalt.

"Wir investieren in Ausbildung und Qualifizierung von Fachkräften und unterstützen die Landkreise, über pädagogische Fachberatung die Qualität in den Einrichtungen vor Ort weiter zu steigern. Bei der Elternentlastung schaffen wir den nächsten, großen Schritt", umriss Grimm-Benne die Planungen. Um den Fachkräfte- und Betreuungsschlüssel in Einrichtungen mit besonderem Bedarf zu verbessern, würden mindestens 135 zusätzliche Stellen im erzieherischen Bereich geschaffen.

"Zudem müssen wir dem Fachkräftemangel entgegenwirken, der sich abzeichnet", sagte sie. Derzeit seien die Hälfte der Erzieherinnen und Erzieher im Land über 50 Jahre alt. Deshalb werde die praxisintegrierte Ausbildung von insgesamt 200 Fachschülerinnen und -schülern zu Erzieherinnen und Erziehern gefördert. Quereinsteiger sollen ab dem kommenden Jahr die 600 Stunden bezahlt bekommen, die sie im Vorpraktikum leisten müssen. Diese Regelung gilt den Angaben zufolge zunächst für drei Ausbildungsjahrgänge.

Bei den Gebühren entfallen vom kommenden Jahr an für das älteste Kind einer Familie in Kindertagesbetreuung die Gebühren, wenn ein älteres Geschwisterkind den Schulhort besucht. Bereits seit dem 1. August 2019 werden Eltern auf Antrag beitragsfrei gestellt, die einen Wohngeld- oder Kinderzuschlagsanspruch haben oder andere Sozialleistungen beziehen.

Quelle: DPA