13-jähriges Mädchen ist allergisch gegen Schule

Die Ärzte versuchen herauszufinden, was den allergischen Schock ausgelöst hat. (Symbolbild)
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14. Oktober 2015 - 9:42 Uhr

"Ich hatte wirklich Angst. Ich dachte, ich muss sterben"

Tiffiney Blakely aus Großbritannien zeigte immer wieder allergische Reaktionen sobald sie die Schule betrat. Jetzt erlitt sie sogar einen lebensgefährlichen anaphylaktische Schock.

Es klingt unglaublich und für Schüler wahrscheinlich verlockend zugleich. Eine Allergie gegen die eigene Schule. Wie die Zeitung 'Daily Star' berichtet, soll dem Mädchen aber genau das passiert sein. "Wir hatten gerade Mathe als es losging: Alles juckte und mir wurde schwindelig", berichtet die 13-Jährige im Interview mit dem Blatt. "Dann wurde mir sehr heiß, ich konnte nicht mehr richtig sehen und mein Hals tat weh".

Tiffiney kam mit einem anaphylaktische Schock ins Krankenhaus – ein lebensgefährlicher Zustand. Diese Art des Schocks ist die schwerste Form einer allergischen Reaktion. Sie kann den ganzen Körper betreffen und löst eine Kettenreaktion aus. Wenn nicht schnell genug ein Arzt zur Stelle ist drohen Herz- und Kreislaufversagen. Die Auslöser können vielfältig sein. Dazu gehören bestimmte Medikamente und Insektensticke, aber auch Nahrungsmittel können für die Reaktion verantwortlich sein. "Ich hatte wirklich Angst. Ich dachte, ich muss sterben", beschreibt die Schülerin den Vorfall.

Bei Tiffiney ist zuvor bereits eine Allergie gegen Erdnüsse festgestellt worden. Die Ärzte sehen hier laut 'Daily Star' aber keinen Zusammenhang zu ihrem Zusammenbruch in der Schule. Ihre Mutter Josie ist sich sicher "Es hat definitiv etwas mit der Schule zu tun". In dem Gebäude wurden nun Proben von Teppichen und Wandfarbe genommen. Sie sollen analysiert werden, um dem Auslöser auf die Spur zu kommen. "Wir müssen wissen, welcher Stoff genau bei ihr zu solchen Reaktionen führt", sagt Dr. Richard Vautrey. "So ein Schock ist lebensgefährlich. Die meisten Menschen wissen nicht, wie ernst die Folgen sind. Manchmal hat man nur Sekunden", so Vautrey.