2018 M06 20 - 0:10 Uhr

Die Zwischenbilanz nach 100 Tagen Großer Koalition

Vor drei Monaten haben die Spitzen von CDU, CSU und SPD die Neuauflage ihrer Koalition beschlossen. Anfangs demonstrierten sie Einigkeit - aber seit einigen Tagen scheint sie zu bröckeln. Dabei hatten sich Koalitionspartner viel vorgenommen. Ein Versprechen: "Wir wollen, dass der Wohlstand bei allen Menschen ankommt." Nach 100 Tagen im Amt darf man fragen: Was wurde erreicht? Was kommt von den Versprechen beim Bürger an?

Die Politik scheint bemüht

Es gibt durchaus Vorhaben, die den Bürger entlasten sollen, in der Theorie zumindest: Eine Mindestlohnerhöhung soll dann ab Januar 2019 in Kraft treten. Zudem sollen dann mehr Rechte gewährt werden, damit Arbeitnehmer von einer Teilzeitbeschäftigung wieder in Vollzeit zurückkehren können - gerade für Mütter eine gute Sache. Aber es gibt auch große Baustellen: Die Mietpreisbremse zum Beispiel scheint ihre Wirkung zu verfehlen - die Mieten, gerade in Ballungszentren, steigen trotzdem weiter. Die Bundesregierung will auch hier nachbessern - mit einem neuen Mietgesetz, das Justizministerin Katarina Barley (SPD) ebenfalls für Januar 2019 ankündigt.

Im Video: Der gute Wille ist da - aber was kommt bei den Menschen davon an?

Allerdings sind die neuen Regelungen in Sachen soziale Gerechtigkeit mehrheitlich erst für das kommende Jahr geplant. Und ob sie immer die erhoffte Wirkung erzielen - fraglich. RTL-Reporter Maik Meuser hat die verantwortlichen Minister getroffen und sie zu den Plänen befragt. Und er hat mit Menschen gesprochen, die nach 100 Tagen GroKo noch keine Besserung ihrer Situation spüren. Was die sich von der Politik wünschen, sehen Sie im Video.