Fußball-Bundesliga

10. Spieltag: Mega-Klatsche für die Bayern, Spektakel in Leipzig

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2. November 2019 - 20:35 Uhr

Was für ein Spieltag in der Bundesliga: Für den FC Bayern München gab es bei Eintracht Frankfurt eine deftige Watschn, die an der Säbener Straße einen Winterstrum auslösen könnte, Leipzig zerlegte eine völlig hilflose Mannschaft aus Mainz in ihre Einzelteile und der alte und neue Tabellenführer aus Mönchengladbach gewann das rheinische Duell in Leverkusen. Hier gibt es alle Spiele und alle Tore im Überblick.

Dortmund - Wolfsburg: 3:0 (0:0)

Tore: 1:0 Hazard (51.), 2:0 Guerreiro (58.), 3:0 Götze (88., HE)

Borussia Dortmund hat den 5. Saisonsieg eingefahren und sich den zweiten Tabellenplatz geholt. Die erste Hälfte war geprägt von Hektik und Unordnung. Die erste wirklich gute Chance hatten die Gäste nach 22 Minuten. Der BVB klar überlegen, aber ohne Torerfolg. In der zweiten Hälfte machten sie es besser: Raphaël Guerreiro, Thorgan Hazard und Mario Götze trafen. In der Folge brachen die Wolfsburger auseinander. Der BVB spielte es dann locker runter. Wermutstropfen: Kapitän Marco Reus musste nach 28. Minuten verletzt vom Platz.

Frankfurt - Bayern: 5:1 (2:1)

Tore: 1:0 Kostic (25.), 2:0 Sow (34.), 2:1 Lewandowski (37.), 3:1 Abraham (49.), 4:1 Hinteregger (61.), 5:1 Paciencia (85.) 

Eintracht Frankfurt zerlegte den FC Bayern München und feierte damit einen verdienten Sieg gegen den Rekordmeister. Knapp 80 Minuten lang spielten die Bayern in Unterzahl. Jérôme Boateng sah nach einer Notbremse die Rote Karte. Doch daran allein kann die Niederlage der Münchner nicht festgemacht werden: Bayern trat fahrig auf, leistete sich unzählige Fehlpässe. Auch Robert Lewandowski konnte daran nichts ändern, der im zehnten Spiel in Folge traf. Ohne die starke Leistung von Manuel Neuer hätte der Eintracht-Sieg noch höher ausfallen können.

Leverkusen - Gladbach: 1:2 (1:2)

Tore: 0:1 Wendt (18.), 1:1 Volland (25.), 1:2 Thuram (42.)

Das war Werbung für den Fußball! Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach lieferten sich ein intensives Duell auf Augenhöhe, beide Mannschaften spielten nach vorn. Leverkusen drückte in Hälfte zwei auf den Ausgleich, die Borussia auf die Entscheidung. Und die Bayer-Elf war nah dran am Ausgleich, denn am Ende war fast nur eine Mannschaft am Drücker. 22:9 Torschüsse standen nach 90 gespielten Minuten für die Werkself auf dem Statistik-Bogen. Und dennoch gewann der alte und neue Tabellenführer.

Bremen - Freiburg: 2:2 (1:1)

Tore: 1:0 Rashica (10.), 1:1 Petersen (28.), 2:1 Selassie (59.), 2:2 Petersen (90.+3)

Nach einer engen Schlussphase im Bremer Weserstadion teilen sich Werder und Freiburg die Punkte. Durch die Treffer von Milot Rashica und Theodor Gebre Selassie führte Bremen bis kurz vor dem Ende mit 2:1, Freiburg hatte durch den Treffer von Nils Petersen aber weiterhin Hoffnung. Daran änderte auch die Gelb-Rote-Karte von Janik Haberer in der 87. Minute nichts. Die Gäste gaben nicht auf. Und so war es in der 90. Minute wieder Petersen, der zum 2:2 traf. Beide Freiburg-Treffer wurden durch Patzer von Werder-Keeper Jiri Pavlenka begünstigt. Für Bremen ist es bereits das fünfte Remis der Saison.

Leipzig - Mainz: 8:0 (5:0)

Tore: 1:0 Sabitzer (6.), 2:0 Werner (30.),  3:0 Nkunku (36.), 4:0 Halstenberg (39.), 5:0 Poulsen (44.), 6:0 Werner (48.), 7:0 Mukiele (49.), 8:0 Werner (87.)

Das war einfach mal gar nichts aus Sicht von Mainz 05. RB Leipzig machte aus einer passiv und körperlos spielenden Mannschaft Kleinholz. Die Mainzer präsentierten sich über weite Strecken des Spiels extrem schwach, kamen nicht in die Zweikämpfe. Mit 26 Gegentoren haben die 05er die schlechteste Defensive der Liga. Die Leipziger hingegen bestachen durch das, was sie am besten können: das Tempospiel. Besonders beim Konter zum 2:0 durch Timo Werner zeigten die Roten Bullen, was sie drauf haben, wenn's flott geht.

Union Berlin - Hertha BSC: 1:0 (0:0)

Tore: 1:0 Polter (90., FE)

Unions Sebastian Polter darf sich als Erlöser feiern lassen. Er verwandelte den nicht unumstrittenen Strafstoß zum 1:0 für die Eisernen, die gleich mit zwei guten Chancen ins Spiel gestartet und zu Beginn auch die galligere Elf waren. Das spiegelte auch das Torschussverhältnis von 7:2 zur Pause wider. Beide Teams aber entwickelten zu wenig Durchschlagskraft, was auch daran lag, dass sich die Mannschaften allzu oft im Mittelfeld neutralisierten. Passend, dass die Entscheidung durch einen Strafstoß fiel.

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