Ständig erschöpft trotz ausreichend Schlaf

10 Gründe, warum wir oft so müde sind

1. April 2019 - 6:49 Uhr

Ständig müde? Das sind die unbekannten Schlappmacher

Wer kennt das nicht: Müde, müde, dauernd müde! Nicht nur morgens oder abends, sondern auch tagsüber fallen viele Menschen in ein echtes Leistungsloch. Und nicht immer ist zu wenig Schlaf der Grund für die Müdigkeit, teilweise steckt auch eine Mangelerscheinung oder sogar eine Krankheit hinter der permanenten Trägheit. Wir zeigen die zehn häufigsten Gründe für Ermüdungserscheinungen: Fünf davon erfahren Sie im Video und die anderen fünf folgen im Text.

Was ist die richtige Menge an Schlaf?

Grundsätzlich benötigt jeder Mensch eine ausreichende Portion Schlaf. Wie viel das sein muss, ist unterschiedlich. Die einen kommen locker mit fünf Stunden aus, andere benötigen neun Stunden Schlaf, um über den Tag zu kommen. Die meisten Menschen brauchen zwischen sechs und acht Stunden Schlaf. Fällt dieser zu knapp aus, tritt früher oder später ein gewisses Maß an Erschöpfung auf und kann dazu führen, dass man ständig müde ist. In diesem Fall kann ein kurzes Nickerchen Wunder wirken.

Problematischer wird es, wenn Sie trotz viel Schlaf tagsüber ständig müde sind. Dann ist die Ursache woanders zu suchen. Denn ständige Müdigkeit kann ein Symptom für verschiedene Krankheiten sein. In der Regel treten neben der Müdigkeit auch andere Symptome auf, die dann einen Gang zum Arzt erforderlich machen.

Fünf mögliche Ursachen für ständige Müdigkeit

Flüssigkeitsmangel kann zu Müdigkeit führen.
Flüssigkeitsmangel: 2-3 Liter am Tag wirken Wunder.
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Neben Flüssigkeitsmangel, Vitaminmangel und Bewegungsmangel können falsche Hoffnung in die Wirkung von Kaffee sowie psychische Faktoren ein Grund für Müdigkeit sein. Mehr dazu erfahren Sie oben im Video.

Weitere fünf Ursachen von ständiger Müdigkeit sind:

Eisenmangel

Auch Eisenmangel führt zu Müdigkeit. Besonders Frauen leiden darunter. Eisen ist wichtig für die Hämoglobin-Bildung, der den Sauerstoff durch den Körper transportiert. Geht der Transport nicht schnell genug vonstatten, bremst der Körper ab und Sie fühlen sich ständig müde.

Pubertät und Wachstum bei Kindern sorgen für Müdigkeit

Junge ist in der Schule müde.
Jugendliche sind häufig müde.
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Bei Kindern und Jugendlichen sorgen das Wachstum und die Pubertät für Müdigkeit. Während einer körperlichen Entwicklungsphase haben Kinder nicht nur Wachstumsschmerzen, sie sind auch ständig müde. Wenn Ihr halbwüchsiger Sohn also mal wieder einen Mittagsschlaf macht anstatt Hausaufgaben: Nehmen Sie's ihm nicht übel. Und wenn Ihre Tochter ihre Periode hat, haben Sie Nachsicht mit ihr.

Umweltfaktoren nicht unterschätzen

Schlechte Luft und die dunkle Jahrezeit führen zu Müdigkeit.
Schlechte Luft und Dunkelheit machen müde.
© Getty Images, freemixer

Umweltfaktoren machen ebenfalls müde. Viel zu trockene Luft oder der längere Aufenthalt in schlecht gelüfteten Räumen kann ganz schön schlapp machen - Stoßlüften kann hier bereits eine große Hilfe sein. Vor allem in der dunkeln Winterzeit haben viele Menschen Probleme mit ständiger Müdigkeit, da der Lichtmangel dafür sorgt, dass unser Körper vermehrt Melatonin - das Schlafhormon - ausschüttet.

Was Sie gegen ein trockenes Raumklima tun können, erfahren Sie in unserem Artikel "4 Tipps gegen ein trockenes Raumklima".

Krankheiten gehen mit Müdigkeit einher

​Akute und chronische innere Erkrankungen gehen mit Müdigkeit einher. Oft ist die Müdigkeit ein Vorbote für einen Infekt. Nicht selten bricht nach ein paar müden Tagen eine Erkältung oder sogar eine Grippe aus. Aber auch Stoffwechselkrankheiten wie zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion kann die Ursache sein, warum Sie ständig müde sind. Allerdings kann auch eine schwere Krankheit wie Krebs hinter der Müdigkeit stecken.

Chronisches Müdigkeits- oder Erschöpfungssyndrom

In seltenen Fällen leiden Menschen jeden Alters unter dem Chronischen Müdigkeits- oder Erschöpfungssyndrom (CFS). Bei den Betroffenen sorgen bereits geringste körperliche oder geistige Aktivitäten für einen langanhaltenden Erschöpfungszustand. Weil das Krankheitsbild sehr komplex ist, kann es lange dauern, bis eine entsprechende Diagnose erfolgt. Im schlimmsten Fall können Betroffene zu Pflegefällen werden.

Ich bin müde: Ab wann sollte ich zum Arzt?

Wenn Sie sich über einen längeren Zeitraum ständig müde fühlen, ist ein Gang zum Arzt unumgänglich. Gerade weil hinter der körperlichen und geistigen Erschöpfung auch ernstzunehmende Krankheiten stecken können. Hier werden Sie auf mögliche Vitaminmängel, Stoffwechselkrankheiten und andere mögliche Ursachen für die Müdigkeit untersucht. Daraufhin kann Ihr Arzt eine geeignete Therapie einleiten, die Ihnen im Idealfall schon bald wieder Ihren alten Elan zurückgeben wird.