1. Training in Monaco: Lewis Hamilton will's wissen - Felipe Massa fährt seinen Williams zu Schrott

Lewis Hamilton hat im Monaco-Duell mit Erzrivale Nico Rosberg den ersten Stich gesetzt: Der Mercedes-Pilot fuhr beim 1. Freien Training auf dem legendären Stadtkurs in 1:15,537 Minuten die Bestzeit. Rosberg folgte mit einem Rückstand von einer Zehntelsekunde auf Rang 2. Hinter den Silberpfeilen reihte sich Sebastian Vettel (+0,419 Sekunden) ein. Der Ferrari-Pilot ließ die Red Bulls von Daniel Ricciardo (4./+0,771) und Max Verstappen (5./+0,834) hinter sich.

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Lewis Hamilton war im 1. Training in Monaco nicht zu schlagen.
imago/LAT Photographic, imago sportfotodienst

Von Beginn an machte Weltmeister Hamilton mächtig Dampf. Bestzeit um Bestzeit knallte der Brite auf den monegassischen Asphalt, leistete sich aber auch den ein oder anderen Verbremser. WM-Leader Rosberg ließ es wesentlich ruhiger, kalkulierter angehen und war doch fast genauso schnell wie sein Silber-Rivale.

Auffällig: Der Ultrasoft-Reifen, der in dieser Saison erstmals zum Einsatz kommt, ist nicht nur sehr schnell – die weichsten Pirelli-Pneus scheinen auch gut zu halten. Beide Mercedes etwa fuhren mehr als 20 Runden auf dieser Mischung. Vettel drehte seine ersten Runden zunächst auf dem härteren Supersoft-Reifen: Zwischen einer und eineinhalb Sekunden fehlten dem Scuderia-Piloten damit auf die silbernen Ultrasoft-Zeiten.

Kurz vor Ende wurde das Training abgebrochen. Grund: Rosberg hatte einen offenbar nicht verschweißten Gullideckel aus dem Boden gerissen, der anschließend über die Strecke flog und den McLaren von Button traf. Beide Fahrer humpelten danach mit einem Plattfuß in die Box, am Auto von Button wurde zudem der Frontspoiler beschädigt. Der Brite hatte Glück im Unglück, denn der schwere Gullideckel schoss, aufgewirbelt durch den Reifen seines McLaren, fast auf Augenhöhe an seinem Cockpit vorbei.

Massa zerlegt seinen Williams

Zum Desaster geriet das Auftakttraining für Felipe Massa. Der Brasilianer verlor nach gut 25 Minuten in der schicksalsträchtigen Sainte Devote (dem ersten Knick) die Kontrolle über seinen Williams und zerlegte seinen Boliden. Damit war das 1. Training für den Routinier gelaufen, die Williams-Crew wird mächtig schrauben müssen, um das Auto für das 2. Training flott zu bekommen.

Eine blitzsaubere 1. Session zeigte Nico Hülkenberg: Der Force-India-Pilot (+1,023 Sekunden) belegte Rang 7. Nicht sonderlich rund lief es dagegen für Pascal Wehrlein. Der Manor-Pilot lag als Letzter mehr als fünf Sekunden hinter der Spitze und hatte auch im Duell mit Manor-Kollege Rio Haryanto klar das Nachsehen.