1. FC Union: Start mit 5000 Menschen und Stehplätzen

Zwei Spieler verfolgen einen Ball. Foto: picture alliance / Sophia Kembowski/dpa/Symbolbild
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16. September 2020 - 15:22 Uhr

Für Union Berlin gibt es bei der Rückkehr von Fans ins Stadion An der Alten Försterei keine Änderungen. Der Verein plant für das Heimspiel zum Auftakt der neuen Bundesliga-Saison mit 5000 Stadion-Besuchern auch auf den Stehplatz-Rängen. "Für uns ist das nicht sehr ergiebig", sagte Kommunikations-Geschäftsführer Christian Arbeit am Mittwoch zum Beschluss der Länder, in einer Testphase die Stadien mit 20 Prozent der Zuschauerkapazität auszulasten.

In die Heimspielstätte der Eisernen passen 22.012 Besucher, es gibt 18.395 Steh- und 3617 Sitzplätze. Nach der derzeit gültigen SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin dürfen höchstens 5000 Menschen beim ersten Saisonspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den FC Augsburg im Stadion sein. "Das bleibt so", betonte Arbeit: "Wir spielen mit Stehplätzen."

Für die dann folgenden Heimspiele müsse man sehen, "was das Land Berlin verändert". Mit einer schnellen Anpassung der Anti-Corona-Verordnung in der Hauptstadt rechnet Union nicht.

Ohnehin würde sich die Situation für andere Vereine mit größeren Stadien durch die 20-Prozent-Regel "deutlich mehr verbessern" als für Union, bemerkte Arbeit. Wenn schon bei den 20 Prozent nur die Zuschauer zählen, würde sich die Zahl bereits auf 4400 verkleinern. Wenn auch noch die Teams, ihre gesamten Betreuungsstäbe, die Ordnungskräfte, andere Mitarbeiter und die Medienvertreter mitzählen, könnten noch weniger Fans ins Stadion als bei der bisherigen Lösung.

Union hat als erster Bundesligist seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach der Corona-Zwangspausein in einem Testspiel gegen den 1. FC Nürnberg (2:1) wieder 4500 Zuschauer ins Stadion gelassen. Den ursprünglichen Plan des Vereins, mittels präventiver Corona-Tests bei allen Zuschauern am Tag vor dem Spiel das Stadion wieder vollständig zu füllen und die Abstandsregel überflüssig zu machen, hatten die zuständigen Behörden in Berlin zurückgewiesen.

Quelle: DPA