Während Nachholspiel in Duisburg

Tragischer Notfall: Vater von Köln-Trainer Markus Anfang erleidet Herzinfarkt

© dpa, Roland Weihrauch, rwe sab

12. April 2019 - 15:27 Uhr

Spiel geriet in den Hintergrund

Das torreiche Nachholspiel zwischen dem MSV Duisburg und dem 1. FC Köln (4:4) ist nach dem Schlusspfiff sofort in den Hintergrund geraten. Während des Spiels erlitt der Vater von FC-Trainer Markus Anfang einen Herzinfarkt.

Keine Interviews nach dem Spiel

Beide Clubs sagten direkt nach dem Spiel die geplante Pressekonferenz ab, auch Interviews mit Spielern gab es an diesem Abend nicht wie gewohnt. Die Mannschaften posteten in den sozialen Netzwerken, dass es einen "tragischen Notfall" im direkten Umfeld der Kölner gegeben habe.

"Fußball ist nicht das Wichtigste. Wir bitten darum, dass wir keine weiteren Details benennen können, solange der Trainer kein Signal gibt", teilte eine Sprecherin des Clubs mit.

"Fußball wird zur Nebensache"

Am Tag nach dem Vorfall bestätigte der Verein den Vorfall: "Der Ausgang des Nachholspiels (4:4) in Duisburg rückte am Mittwochabend in den Hintergrund. FC-Cheftrainer Markus Anfang erfuhr kurz nach Abpfiff, dass sein Vater Dieter während des Spiels einen Herzinfarkt im Stadion erlitten hatte", lautete die Mitteilung auf der FC-Homepage.

Nach dem Spiel eilte Anfang direkt zu seinem Vater und begleitete ihn in die Klinik. Der Zustand seines Vaters sei nach wie vor sehr ernst.

"Der gesamte FC wünscht Markus und seiner Familie ganz viel Kraft und seinem Vater alles Gute und dass er wieder auf die Beine kommt. In solchen Situationen wird der Fußball zur Nebensache, jetzt geht es nur um die Gesundheit von Markus' Vater", sagte Geschäftsführer Armin Veh.

Über weitere Details werde der Kölner Verein aus Rücksicht auf Anfangs Familie nicht berichten.

Anfang leitet Training

Am Freitag bestätigte der Verein, dass Trainer Markus Anfang vorerst wieder alle Termine wahrnehmen wird. Der 44-Jährige leitet das Training und wird die Pressekonferenz am Freitagmittag abhalten. Der 1. FC Köln bereitet sich auf das Topspiel der 2. Bundesliga vor. Kommenden Montag (20.30 Uhr) trifft der Spitzenreiter auf Verfolger Hamburger SV.