Der VfB muss den bitteren Gang in die 2. Liga antreten

0:0 gegen Stuttgart: Union Berlin mauert sich zur Aufstiegs-Party

Union-Trainer Urs Fischer bekommt die obligatorische Bier-Dusche
Union-Trainer Urs Fischer bekommt die obligatorische Bier-Dusche
© REUTERS, ANNEGRET HILSE, tj

28. Mai 2019 - 7:07 Uhr

Union Berlin steigt auf - der VfB muss runter

Union Berlin ist in die Bundesliga aufgestiegen. Dafür reichte den Eisernen im Relegations-Rückspiel gegen Stuttgart ein 0:0, da die Köpenicker im Hinspiel bei den Schwaben ein 2:2 geholt hatten. Für den VfB hingegen bedeutet das Remis den dritten Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte nach 1975 und 2016.

Stuttgarts frühe Führung zählt nicht

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag: Dennis Aogo hämmerte in der 9. Minute einen Freistoß ins Union-Gehäuse, Schiedsrichter Christian Dingert gab den Treffer aufgrund einer Abseitsstellung von Nicolas Gonzalez aber zu Recht nicht. Der VfB blieb auch in der Folge die spielbestimmende Mannschaft. Doch Anastasios Donis (12.) und Steven Zuber (45.) ließen gute Gelegenheiten liegen.

Zur zweiten Hälfte setzen die Schwaben auf noch mehr Offensiv-Power: Erst brachte Interimscoach Nico Willig Mittelstürmer Mario Gomez (56.), dann Spielmacher Daniel Didavi (60.). Union Berlin konzentrierte sich fast ausschließlich auf das Verteidigen - ein 0:0 würde schließlich zum Bundesliga-Aufstieg reichen.

Der Druck des VfB nahm zu. Stuttgart schnürte die Köpenicker phasenweise ein, blieb aber zu harmlos. Chadrac Akolo prüfte Rafal Gikiewicz mit einem Distanzschuss (63.). Doch die beste Chance des Spiels gab es vor dem Tor von Ron-Robert Zieler - und das gleich im Doppelpack.

Doppel-Pfosten-Pech für Union

​Suleiman Abdullahi kam an der Strafraumkante an den Ball und zog einfach mal ab. Doch die Kugel klatschte an den Pfosten (64.). Nur zwei Minuten war es wieder der Union-Angreifer, der am Aluminium scheiterte. Nach einem Heber von Robert Zulj sprintete Abdullahi auf das Tor zu, rutschte weg, stocherte den Ball im Fallen aber noch an Zieler vorbei. Die Kugel hoppelte Richtung Tor - und prallte erneut gegen den Pfosten.

Stuttgart warf danach alles nach vorne, schließlich fehlte den Schwaben nur ein Treffer zum Klassenerhalt. Doch nur selten wurde es richtig gefährlich. Benjamin Pavard scheiterte mit einem Volley-Distanzschuss an Gikiewicz (89.) - fiel mehr viel brachten Gomez & Co. aber nicht mehr zu Stande. Für die Berliner öffneten sich in den letzten Minuten noch viele Räume, die zahlreichen Konter spielten sie aber denkbar schlecht aus.

Es reichte für Union: Nach einer fünfminütigen Nachspielzeit pfiff Dingert das Spiel ab. Bei Union brach eine Mega-Aufstiegs-Party aus, beim VfB flossen hingegen bittere Abstiegs-Tränen.

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"Ein Traum ist wahr geworden"

Union Berlin ist aufgestiegen
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© Bongarts/Getty Images, Bongarts, MH

Nach dem Aufstieg herrschte bei Union Berlin grenzenloser Jubel. "Was wir reingehauen haben, mehr geht nicht. Ein Traum ist wahr geworden", sagte Abwehrspieler Michael Parensen. "Fantastisch, es war ein Gemeinschaftsprojekt. Wir haben eine Saison lang alles dafür gegeben. Ich habe immer daran geglaubt", jubelte Trainer Urs Fischer. 

Vereins-Boss Dirk Zingler konnte es nicht fassen: "Wahnsinn. Ich bin so glücklich, die Menschen hier haben es verdient."