TV HIGHLIGHT
Wir retten Ihren Urlaub
AB 19.06. | 21:15
Wir retten Ihren Urlaub
TV-PROGRAMM
DI MI HEUTE FR SA SO MO JETZTPunkt 12 - Das RTL-Mittagsjournal

Eine Woche nach seinem Video ist Ben tot

01.01.12

"Ein Wunder, dass sie mich zurückgeholt haben"

Auf den ersten Blick ist Benjamin Breedlove aus Texas ein Junge wie jeder andere. Und wie Millionen von Teenagern auch nutzte er Youtube, um der Welt seine Geschichte zu erzählen. Doch im Gegensatz zu ihnen leidet Ben an einer schweren Herzerkrankung - und stirbt eine Woche nach den Aufnahmen mit gerade einmal 18 Jahren am 1. Weihnachtsfeiertag. Seine letzten Videos berühren Millionen von Menschen.

In ihnen erzählt Ben von seiner Erkrankung, allerdings ohne ein Wort zu sagen. Stattdessen nutzt er Karteikarten. "Hallo, ich bin Ben Breedlove", steht auf der ersten Karte. Er lacht, während er sie in die Kamera hält. Unterlegt sind die Videos mit einer Klavierversion des 'Tears For Fears'-Klassikers 'Mad World'.

Dann beschreibt der Junge, wie er schon als Vierjähriger seine erste Nahtod-Erfahrung machte: "Über mir war dieses große Licht. Ich sagte meiner Mutter 'Schau dir das Licht an' und deutete hoch. Sie konnte nichts sehen. Ich musste einfach lächeln". Es sei unbeschreiblich friedlich gewesen. Ben bekommt einen Herzschrittmacher eingesetzt, er zeigt die Narbe im Video.

Das zweite Mal sieht er dem Tod während einer Routine-Operation an den Mandeln ins Gesicht. "Meine Mutter und Schwester waren im Wartezimmer. Ein Pfarrer kam zu ihnen und sagte, 'Wir müssen beten'." - Ben hatte einen Herzstillstand, es sei "ein Wunder, dass sie mich zurückgeholt haben", erzählt Ben. Trotz seines harten Schicksals lächelt er immer wieder.

Vierter Herzinfarkt mit 18

Ben leidet an einem verdickten Herzmuskel, der sein Herz stolpern lässt. Das Organ hat Schwierigkeiten, sein Blut durch den Körper zu pumpen. Am 6. Dezember 2011 bricht Ben in der Schule zusammen. "Wenn der Körper eines Menschen stirbt, dann arbeitet das Gehirn noch ein bisschen länger. Ich hörte, wie jemand sagte, 'er atmet nicht, sein Herz hat ausgesetzt, er hat keinen Puls'", erzählt Ben.

Während die Ärzte um sein Leben kämpfen, sei er in einem endlosen weißen Raum gewesen. Auch sein Lieblingsrapper ist dort. Vor ihm steht ein Spiegel. "Ich schaute hinein und war stolz auf mich. Ich wollte dort nicht weg." Doch die Ärzte holen ihn mit Elektroschocks zurück, als er wieder zu sich kommt, liegt er in einem Krankenzimmer. 19 Tage bleiben ihm noch, dann stirbt er - an seiner vierten Herzattacke.

"Ich wünschte, ich wäre niemals aufgewacht", heißt es auf einer der letzten Karten. Und dann: "Glaubst du an Engel oder Gott? Ich schon."

Meinen Leuten bei wer-kennt-wen.de empfehlen