TV HIGHLIGHT
Let's Dance
IMMER FR | 21:15
Let's Dance
TV-PROGRAMM
DO FR HEUTE SO MO DI MI JETZTGute Zeiten, schlechte Zeiten

Bundeswehr: Drill ist zu hart - Freiwillige geben auf

01.08.11
Bundeswehr: Rekruten geben freiwilligen Dienst auf.Nach knapp einem Monat sind einige freiwillige Wehrdienstleistende inzwischen wieder Zivilisten.
Foto: dpa bildfunk

Der Drill ist zu hart

Seit einem knappen Monat ist die allgemeine Wehrpflicht in Deutschland Geschichte und die ersten Freiwilligen haben mit ihrem Dienst bei der Bundeswehr begonnen. Mit dem harten Drill in der Grundausbildung und dem Umgangston kommen aber nicht alle zurecht.

"Der Ton war rauer auf jeden Fall. Morgens viertel vor fünf aus dem Bett geschmissen. Lautstark. Die Tür geht auf. Dann ist man wach. Man muss raus. Sich anziehen und schnell Zähne putzen. Man muss dann innerhalb von fünf Minuten alles fertig haben und angetreten sein" erzählt ein ehemaliger Wehrdienstleistender. Von den 3.419 Rekruten haben sich 440 gegen den freiwilligen Dienst entschieden und sind wieder Zivilisten.

"Natürlich ist es so - wenn ich etwas weiter weg stehe von den Soldaten, weil ich halt nicht zwei oder drei Soldaten vor mir stehen habe, sondern meinetwegen es stehen 30 Soldaten vor mir, dann muss ich dementsprechend etwas lauter reden, was dem einen oder anderen erstmal etwas ungewöhnlich vorkommen mag", sagt ein Hauptmann.

Ministerium ist unbesorgt

Das Ausscheiden aus dem Dienst in den ersten sechs Monaten gilt noch nicht als Fahnenflucht, sondern als Probezeit, in der beide Seiten ohne Angaben von Gründen kündigen können. Es gebe Fälle, in denen die Bundeswehr Rekruten wegen Untauglichkeit nach Hause geschickt habe. Andere Rekruten quittierten den Dienst, weil sie lukrativere Jobangebote erhalten hätten. Auch von Überforderung oder Unterforderung sei zu hören - manche hätten auch einfach keine Lust mehr.

Das Verteidigungsministerium reagiert gelassen auf Meldungen, wonach einige der freiwilligen Rekruten die Bundeswehr schon wieder verlassen haben. “Wir sind nicht besorgt“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Soweit man es derzeit überblicken könne, seien die Zahlen zu erwarten gewesen und vertretbar. Erste Statistiken lägen am 1. Oktober vor - belastbare Zahlen werde man zum Jahresende haben.

Meinen Leuten bei wer-kennt-wen.de empfehlen