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NSU: War Zschäpe an einem Tatort in der Kölner Innenstadt?

12.05.13 15:18
NSU, Köln, Prozess, zschäpeNeuer Verdacht: War Beate Zschäpe doch an einem Tatort?
Foto: deutsche presse agentur

Neuer Verdacht: War Zschäpe doch an einem Tatort?

In München läuft der Prozess gegen Beate Zschäpe und weitere aktive Unterstützer der Nazi-Terrorzelle 'Nationalsozialistischer Untergrund' (NSU). Zschäpe ist wegen Mittäterschaft an zehn Morden angeklagt. Bisher hieß es immer, sie sei nie an den Tatorten gesehen worden. Das aber könnte falsch sein. Eine Zeugin glaubt, sie habe die 38-Jährige vor einem Anschlag vor mehr als 12 Jahren in Köln an einem Tatort gesehen.

Dabei handelt es sich nicht um die Attacke mit der Nagelbombe aus dem Juni 2004 in der Köln-Mülheimer Keupstraße, sondern um einen Anschlag auf ein deutsch-iranisches Lebensmittelgeschäft in der Probsteigasse in der Kölner Innenstadt.

Bei dem Anschlag wurde eine damals 19 Jahre alte Frau durch eine Sprengfalle schwer verletzt. Ein Mann hatte sich als Kunde ausgegeben und einen Präsentkorb im Laden gelassen. Er hatte gesagt, er müsse nur kurz Geld vom Automaten ziehen und verließ das Geschäft. Wenig später fasste die 19-Jährige an den Geschenkkorb und die Bombe explodierte. Das Geschäft wurde zerstört und nie wieder eröffnet.

Die Mutter des Opfers, die damals auch die Inhaberin des Ladens war, hat nun laut 'Focus' den Beamten des Bundeskriminalamts gesagt, ein bis zwei Monate vor dem Anschlag sei eine junge Frau in den Laden gekommen und habe unbedingt auf die Toilette gewollt. Die Ähnlichkeit der Zeugin mit Zschäpe sei ihr erst jetzt durch Fotos aufgefallen, so das Blatt.

Laut 'Focus' nehmen die Ermittler die Aussage ernst, bezweifeln jedoch, dass sich der Vorwurf nach so langer Zeit noch beweisen lässt. Der Mordprozess am Münchner Oberlandesgericht wird am kommenden Dienstag fortgesetzt. Der Anschlag in Köln ist neben den zehn Morden ebenfalls teil der Verhandlungen.