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Kundus-Angriff: Hinterbliebene fordern 3,3 Mio.

28.12.12 16:52

Mehr als drei Jahre nach dem von der Bundeswehr angeordneten Bombardement zweier Tanklaster in Afghanistan kämpfen die Hinterbliebenen der Opfer weiter um eine höhere Entschädigung. Beim Landgericht Bonn gingen zehn Sammelklagen ein, in denen 79 Kläger insgesamt 3,3 Millionen Euro Schadenersatz fordern. Die Klagen richteten sich gegen die Bundesrepublik Deutschland, sagte Rechtsanwalt Karim Popal.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums verwies darauf, dass bereits 90 mal 5.000 US-Dollar (3.900 Euro) an betroffene Familien gezahlt worden seien. Zusammen sind das etwa 350.000 Euro.

Am 4. September 2009 waren bei dem Luftangriff auf zwei Tanklastwagen in der nordafghanischen Provinz Kundus zahlreiche Menschen getötet und verletzt worden. Der damalige Bundeswehr-Kommandeur von Kundus, Oberst Georg Klein, hatte das Bombardement veranlasst, weil er einen Angriff befürchtete. Die Bundeswehr geht von 91 Toten und elf Verletzten aus, macht aber keine Angaben zum Anteil von Zivilisten.

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