TV HIGHLIGHT
Let's Dance
IMMER FR | 21:15
Let's Dance
TV-PROGRAMM
DI MI HEUTE FR SA SO MO JETZTFamilien im Brennpunkt

Keime in Frühchenstation der Berliner Charite: Baby stirbt

20.10.12
Keime in Frühchenstation der Berliner Charite: Baby stirbtWieder sind an einer Klinik gefährliche Keime auf einer Station für Neugeborene aufgetaucht. Diesmal ist Deutschlands größtes Uniklinikum, die Berliner Charité, betroffen.
Foto: dpa bildfunk

Sieben weitere Kinder erkrankt

An der Berliner Charité ist ein Neugeborenes an einer Blutvergiftung aufgrund einer Infektion mit Keimen gestorben. Weitere sieben Kinder seien erkrankt, sagte eine Sprecherin des Universitätsklinikums. Sie sind aber nicht mehr in Gefahr.

Der verstorbene Säugling war zunächst in der Virchow-Klinik der Charité behandelt und dann für eine Operation ins benachbarte Deutsche Herzzentrum verlegt worden, wie der Leiter der Neonatologie der Charité, Christoph Bührer, erklärte. Fünf Tage nach der Operation war das Neugeborene im Herzzentrum an einer Infektion mit sogenannten Serratien-Keimen gestorben. Zuvor war von einem Frühchen die Rede gewesen.

Wegen des starken Befalls mit den Serratien-Keimen nimmt die Charité an zwei ihrer fünf Stationen keine Frühchen mehr auf. Bereits aufgenommene Frühgeborene würden aber weiter behandelt, so die Sprecherin.

Wo sich der Säugling infiziert hat, ist noch nicht gänzlich geklärt. An der Charité hatte es zuletzt aber mehrere Erkrankungen mit dem Erreger gegeben. Bei weiteren Kindern wurde der Keim gefunden, sie gerieten aber nicht in Gefahr. Es sei wahrscheinlicher, dass der Todesfall mit den Erkrankungen wegen des Erregers an der Charité zusammenhänge als dass er andere Ursachen habe, sagte Bührer. "Wir suchen das Problem zunächst bei uns, und nicht bei anderen."

Baby stirbt an Keimen

Nach Todesfällen in Bremer Klniik

Die am Virchow-Klinikum der Charité, Deutschlands größtem Uni-Klinikum, entdeckten Erreger gelten der Sprecherin zufolge eigentlich als weniger gefährlich als die multiresistenten Keime, an denen in Bremen mindestens drei Frühchen gestorben waren. Die Serratien-Keime an der Charité seien nicht multiresistent. Sie seien aber offenbar gut übertragbar. Antibiotika würden helfen.

Charité-Chef Karl Max Einhäupl hatte der 'Berliner Morgenpost' zuvor gesagt, dass Klinikum habe absolut angemessen und nach den üblichen Hygienemaßnahmen auf den Keimbefall reagiert. "Wir haben alles veranlasst, was man tun muss.".

In Bremen waren seit dem vergangenen Jahr mehrere Frühchen an den Folgen von Infektionen mit multiresistenten Klebsiella-Bakterien erkrankt, drei starben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt dort unter anderem wegen fahrlässiger Tötung gegen den ehemaligen Chefarzt der Frühchenstation. Der Landtag setzte einen Untersuchungsausschuss ein.

Meinen Leuten bei wer-kennt-wen.de empfehlen