Dutzende Tote nach Anschlagsserie in Syrien
03.10.12
Die Bomben explodierten in einem von Machthaber Assad kontrollierten Gebiet.Foto: dpa bildfunk
Regierung kündigt "nationalen Dialog" mit Opposition an
Die syrischen Aufständischen haben mit Autobomben den Truppen von Präsident Baschar al-Assad schwere Schläge versetzt. Sie zündeten fünf Sprengsätze vor Gebäuden der Sicherheitskräfte in Aleppo und Deir as-Saur. Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter sprach von 48 Toten und etwa 100 Verletzten alleine in Aleppo.
Aus Deir as-Saur, wo eine in einem Kleinlaster versteckte Bombe direkt vor dem Gebäude der sogenannten Behörde für "Politische Sicherheit" explodierte, lagen keine Opferzahlen vor. Bei allen fünf Explosionen seien vor allem Angehörige der Regierungstruppen getötet worden, meldeten Aktivisten.
Die Bomben explodierten weniger als 24 Stunden nach einer Rede von Ministerpräsident Wael al-Halki vor dem Parlament. Darin hatte er einen "nationalen Dialog" mit den gemäßigten Oppositionsparteien ankündigt. Ein Karikaturist der Opposition quittierte die Rede mit einer Zeichnung, die Präsident Assad auf einem Berg von Schädeln stehend zeigt. In seiner Hand hält er ein Schild, auf dem das Wort "Dialog" steht. Einen Termin für den Dialog nannte Al-Haliki nicht. Er war von Assad im August zum Regierungschef ernannt worden, nachdem sein Vorgänger Riad Hidschab zur Opposition übergelaufen war.
Dabei finden die Kämpfe schon längst nicht mehr nur innerhalb der syrischen Grenzen statt, auch die Türkei wird immer tiefer in den Konflikt hineingezogen. So töteten Granaten, die aus Syrien abgefeuert wurden, in einem türkischen Grenzdorf eine Mutter und ihre vier Kinder. Das meldete der Nachrichtensender CNN Türk unter Berufung auf lokale Behörden. 13 weitere Menschen wurden verletzt, darunter mehrere Polizisten.
Fernsehsender zeigten Dorfbewohner, die in Panik über die Straßen rannten oder Deckung suchten. Außenminister Ahmet Davutoglu berief ein Krisentreffen ein und telefonierte mit dem UN-Sondergesandten für Syrien, Lakhdar Brahimi.
Aus Deir as-Saur, wo eine in einem Kleinlaster versteckte Bombe direkt vor dem Gebäude der sogenannten Behörde für "Politische Sicherheit" explodierte, lagen keine Opferzahlen vor. Bei allen fünf Explosionen seien vor allem Angehörige der Regierungstruppen getötet worden, meldeten Aktivisten.
Die Bomben explodierten weniger als 24 Stunden nach einer Rede von Ministerpräsident Wael al-Halki vor dem Parlament. Darin hatte er einen "nationalen Dialog" mit den gemäßigten Oppositionsparteien ankündigt. Ein Karikaturist der Opposition quittierte die Rede mit einer Zeichnung, die Präsident Assad auf einem Berg von Schädeln stehend zeigt. In seiner Hand hält er ein Schild, auf dem das Wort "Dialog" steht. Einen Termin für den Dialog nannte Al-Haliki nicht. Er war von Assad im August zum Regierungschef ernannt worden, nachdem sein Vorgänger Riad Hidschab zur Opposition übergelaufen war.
Dabei finden die Kämpfe schon längst nicht mehr nur innerhalb der syrischen Grenzen statt, auch die Türkei wird immer tiefer in den Konflikt hineingezogen. So töteten Granaten, die aus Syrien abgefeuert wurden, in einem türkischen Grenzdorf eine Mutter und ihre vier Kinder. Das meldete der Nachrichtensender CNN Türk unter Berufung auf lokale Behörden. 13 weitere Menschen wurden verletzt, darunter mehrere Polizisten.
Fernsehsender zeigten Dorfbewohner, die in Panik über die Straßen rannten oder Deckung suchten. Außenminister Ahmet Davutoglu berief ein Krisentreffen ein und telefonierte mit dem UN-Sondergesandten für Syrien, Lakhdar Brahimi.
US-Journalist Gefangener einer Terrorgruppe?
Insgesamt sollen am Mittwoch landesweit 101 Menschen getötet worden sein. Am Dienstag hatten die Aktivisten mehr als 200 Tote gezählt, darunter 43 Milizionäre und Angehörige der Sicherheitskräfte.Die Zahl der syrischen Kriegsflüchtlinge in den Nachbarstaaten hat sich nach UN-Angaben binnen drei Monaten mehr als verdreifacht. In Jordanien, der Türkei, im Libanon und im Irak würden inzwischen mehr als 311.000 Syrer versorgt. Ende Juni seien es 100.000 gewesen, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in Genf mit.
Unterdessen gab es ein erstes Lebenszeichen von einem seit sieben Wochen in Syrien verschollenen US-Journalisten. Im Internet tauchte ein Video auf, das ihn als Gefangenen einer Terrorgruppe zeigt. An der Herkunft des Films gibt es allerdings Zweifel. Austin Tice, der unter anderem für den Medienkonzern McClatchy aus Syrien berichtete, war im Umland von Damaskus verschwunden. Es wird vermutet, dass er in der Gewalt der staatlichen Sicherheitskräfte ist.





