Weltweites Entsetzen über Blutbad in Syrien
14.07.12
Bei einem neuen Massaker sind in der syrischen Provinz Hama erneut hunderte Zivilisten getötet worden. Jetzt werden die Rufe nach Interventionen lauter.Foto: Youtube
Rufe nach Interventionen werden laut
Das Massaker von Tremseh ist das schlimmste seit Beginn des Aufstandes gegen das Assad-Regime. Weltweit ist das Entsetzen über die enorme und anhaltende Brutalität in Syrien groß. Doch ob das neuerliche Blutbad die Weltgemeinschaft in der Syrien-Frage einen kann, bleibt weiter fraglich.
Zu eindringlichem Handeln forderte nun UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auf: "Ich rufe die Mitgliedstaaten auf, gemeinsame und entschiedene Maßnahmen zu ergreifen, um die sich in Syrien abspielende Tragödie sofort und in vollem Umfang zu beenden", erklärte Ban in New York. Dabei betonte er, dass den Konfliktparteien deutlich gemacht werden müsse, dass die fortgesetzte Nichtbeachtung der Entscheidungen des Rates ernste Konsequenzen nach sich ziehen werde. "Jetzt muss es gemeinsamen, anhaltenden und wirksamen Druck geben."
Zudem verurteilte Ban "in schärfster Form den rücksichtslosen Einsatz schwerer Waffen und den Beschuss bewohnter Gebiete, darunter auch durch Kampfhubschrauber". Die Verantwortlichen müssten dafür zur Rechenschaft gezogen werden.
US-Außenministerin Hillary Clinton bekräftigte Bans Worte und rief ebenfalls zum schnellen Handeln auf. "Solange das Assad-Regime den Krieg gegen das syrische Volk fortführt, muss die internationale Gemeinschaft den Druck erhöhen." Zudem warf sie dem Regime von Präsident Baschar al-Assad vor, absichtlich Zivilisten zu ermorden. Dafür gebe es "unbestreitbare Beweise", erklärte Clinton.
International löste das Blutbad in dem Dorf Tremseh, bei dem nach Angaben von Aktivisten bis zu 250 Menschen getötet wurden, Entsetzen aus.
Zu eindringlichem Handeln forderte nun UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auf: "Ich rufe die Mitgliedstaaten auf, gemeinsame und entschiedene Maßnahmen zu ergreifen, um die sich in Syrien abspielende Tragödie sofort und in vollem Umfang zu beenden", erklärte Ban in New York. Dabei betonte er, dass den Konfliktparteien deutlich gemacht werden müsse, dass die fortgesetzte Nichtbeachtung der Entscheidungen des Rates ernste Konsequenzen nach sich ziehen werde. "Jetzt muss es gemeinsamen, anhaltenden und wirksamen Druck geben."
Zudem verurteilte Ban "in schärfster Form den rücksichtslosen Einsatz schwerer Waffen und den Beschuss bewohnter Gebiete, darunter auch durch Kampfhubschrauber". Die Verantwortlichen müssten dafür zur Rechenschaft gezogen werden.
US-Außenministerin Hillary Clinton bekräftigte Bans Worte und rief ebenfalls zum schnellen Handeln auf. "Solange das Assad-Regime den Krieg gegen das syrische Volk fortführt, muss die internationale Gemeinschaft den Druck erhöhen." Zudem warf sie dem Regime von Präsident Baschar al-Assad vor, absichtlich Zivilisten zu ermorden. Dafür gebe es "unbestreitbare Beweise", erklärte Clinton.
International löste das Blutbad in dem Dorf Tremseh, bei dem nach Angaben von Aktivisten bis zu 250 Menschen getötet wurden, Entsetzen aus.
UN-Resolution scheitert an russischem Widerstand
Doch die Annahme eines von mehreren westlichen Staaten im Weltsicherheitsrat eingebrachten Resolutionsentwurfs zu Syrien scheitert bislang am Widerstand der Veto-Macht Russland, da er Sanktionen für den Fall enthält, dass sich die Konfliktparteien nicht an die Beschlüsse der Weltgemeinschaft halten. Moskau lehnt eine Resolution nach Kapitel VII der UN-Charta, das notfalls auch deren militärische Durchsetzung beinhaltet, strikt ab.Auch nach Ansicht der Bundesregierung ist durch das Blutbad in Tremseh der Druck auf die internationale Staatengemeinschaft gestiegen. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes erklärte in Berlin, der Friedensplan von Sondervermittler Kofi Annan bleibe der richtige Weg zu einem Ende der Gewalt und zu einem politischen Übergangsprozess. "Wir müssen ihn mit mehr Nachdruck versehen, damit das Regime in Damaskus endlich einsieht, dass der Weg der Gewalt nicht gangbar ist. Wir hoffen, dass die jüngsten, schrecklichen Vorfälle auch bisher Zögernde zum Einlenken bringen."
Syrische Aktivisten hatten berichtetet, dass die Armee Tremseh am Donnerstag erst mit Artillerie beschossen und dann Truppen in den Ort geschickt habe. Die Soldaten hätten Kämpfer der Opposition erschossen und Zivilisten massakriert. Außerhalb des Dorfes seien Fliehende getötet worden, auch Exekutionen habe es gegeben.
Nach Darstellung des Militärs in Damaskus erfolgte der Einsatz in dem Dorf dagegen "auf Anforderung der Bewohner". Im staatlichen Fernsehen hieß es, die meisten Toten seien Terroristen gewesen.
Die Bundesregierung forderte Syrien laut Regierungssprecher Steffen Seibert "sehr nachdrücklich" auf, den UN-Beobachtern unverzüglich Zugang zum "Ort des Verbrechens" zu gewähren. Nach UN-Angaben näherte sich ein Beobachterteam am Freitagabend dem Ort des Massakers bis auf sechs Kilometer.





