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Kia Soul: Dieses Auto macht sich unsterblich

21.09.11

Kia hat seinem Werbeslogan "The Power to Surprise“ mit dem neuen Soul alle Ehre gemacht: Ihnen ist eine echte Überraschung geglückt! Eine riesige sogar. Schon cee’d und pro_cee’d machten nicht nur mit eigenartigen Modellnamen auf sich aufmerksam. Der Soul setzt aber noch einen oben drauf. Eine Klasse für sich, textet die Presseabteilung. Und sie hat Recht. Ein ähnliches Modell sucht man auf dem riesigen Automarkt hierzulande vergeblich, mehr Crossover geht nicht: ein bisschen SUV, ein bisschen Kastenwagen, ein bisschen Kult, undundund. Wäre der Soul eine Suppe, würde er ein leckeres "Quer-durch-den-Garten“ mit eigener Note sein.

Mit dem markanten Steilheck-Modell Soul sprechen die Koreaner ganz klar eine neue, junge Zielgruppe an. Schon mit dem Namen haben sie sich von der aussterbenden, lateinsprachigen Kundschaft verabschiedet: Carens, Opirus, Magentis – so heißen ältere Modelle von Kia. Da muss der potentielle Käufer ja Angst haben, dass er vor der Probefahrt erstmal nach dem großen Latinum gefragt wird. Soul – das verstehen die jungen Leute von heute. Sicherheitshalber wird auch noch der Musiksender MTV zur Promotion der "Kia Soul Clubtour " mit ins Boot geholt.

Dabei ist der Soul eigentlich auch für ältere Herrschaften bestens geeignet: Der Popohöhen optimierte Einstieg geht ganz bequem vonstatten. Sie sitzen vorne wie hinten erhöht wie in einem SUV. Allerdings müssen sie auf die im Alltag so wichtigen Funktionen wie Allradantrieb, Geländeuntersetzung, Bergabfahrassistent und der Zugkraft für einen Großraumwohnwagen verzichten. Wenn’s mit den Enkeln in den Urlaub gehen soll, ist für das übliche Reisegepäck der Kleinen vom Mini-Trampolin bis zum Elektro-Scooter leider nur wenig Platz: 222 Liter nämlich.

Zu zweit reisende, junge "Aktivisten" freuen sich dagegen, Mountainbike, Waveboard und Paragliding-Schirm designoptimiert in bis zu 1.258 Litern Volumen - bei umgeklappter Rückbank und dachhoher Beladung – verfrachten zu können. Man muss nicht zwangsweise in optisch missglückten Gefährten wie Citroen Berlingo oder Renault Kangoo im Transporter-Look zur Sportstätte reisen. Damit auch kleineres Reisegepäck nicht durcheinander kommt, hat der Soul jede Menge Ablagen und Staufächer. Gegen 250 Euro Aufpreis überraschen die geschlossenen Varianten im Innern mit der Farbe rot (oder beige). So einfach und doch so nett.

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