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Unfälle durch Schnee und Eisregen

09.02.12
Unfall DirkshausenAuf spiegelglatten Fahrbahnen gibt es derzeit zahlreiche Unfälle wie hier in Dirkshausen.

Glatteis verwandelt Straßen in Rutschbahnen

Zwar lässt der Frost etwas nach, die Minusgrade haben Deutschland aber weiter fest im Griff. Besonders auf den Straßen ist der Winter jetzt gefährlich: Im Norden gab es Regen, auf dem tiefgefrorenen Boden ist es spiegelglatt. Im Osten hat es heftig geschneit. Auf den glatten Fahrbahnen hat es viele mehrere Unfälle gegeben.

In Dirkshausen (Landkreis Harburg) kam eine Autofahrerin mit ihrem Wagen von der spiegelglatten Straße ab, streifte erst die Ecke eines Gasthauses, durchbrach dann einen Zaun und donnerte auf den zugefrorenen Dorfteich. Dort kam das Auto auf der Seite liegend zum Stehen. Die Frau überstand den Unfall unverletzt.

Über weite Teile der Lausitz brach eine Schneefront herein. Binnen Minuten verwandelte sich die Bundesautobahn vier bei Kodersdorf in eine weiße Rutschbahn. Aus bislang ungeklärter Ursache prallte ein Laster in das Heck eines Sattelschleppers. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der 40-Tonner in die Mittelleitplanke gedrückt. Der Sattelzug stellte sich komplett quer und blockierte die Fahrbahn. Ob jemand verletzt wurde, ist nicht bekannt.

Deutschland bleibt gefroren

Eiseskälte hat auch die Ostsee im Griff

Der anhaltende Frost und das Eis fordern auch auf der Ostsee von den Eisbrechern ersten Tribut. Der eisbrechende Tonnenleger 'Ranzow' liege mit einem Maschinenschaden im Hafen und werde voraussichtlich bis Ende Februar ausfallen, sagte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes, Holger Brydda. Wegen der bis zu 20 Zentimeter dicken Eisdecke in den Gewässern um Rügen, Hiddensee und Usedom ist seit Mittwoch auch das 6.000 PS starke Mehrzweckschiff 'Arkona' im Einsatz, um Schiffen den Weg in die Häfen zu bahnen.

Dicke Eisschollen auf der Donau haben die Schifffahrt auf dem bulgarischen Flussabschnitt komplett lahmgelegt. Auch die Fähre nach Rumänien bei Widin konnte nicht mehr ablegen, teilte Bulgariens Verkehrsbehörde mit. Die Donaustadt Widin war mit 28,6 Grad unter null der kälteste Ort in dem Balkanland. Die eisigen Temperaturen bremsen die Schifffahrt nun auch auf dem hessischen Main-Abschnitt. Flussaufwärts Richtung Bayern geht es nur noch bis Aschaffenburg. Dort liegen derzeit 16 Schiffe und warten auf Tauwetter.

In Deutschland bleibt es auch in den kommenden Tagen knackig kalt. Hamburg freut sich am Wochenende auf das Eisvergnügen auf der Alster - mehr als eine Million Besucher werden erwartet. In Hannover rechnet die Stadt am Wochenende mit mehreren zehntausend Besuchern zur Party auf dem Eis des größten Binnensees, dem Maschsee.

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