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Bayer-Bosse attackieren Ballack - "Michael nur das Bauernopfer"

27.01.12 13:02
Wolfgang HolzhäuserWolfgang Holzhäuser hat mit Michael Ballack gebrochen.
Foto: deutsche presse agentur

Zwischen Michael Ballack und Bayer Leverkusen kracht es gewaltig. Das teils desaströse Auftreten der Mannschaft zum Saisonauftakt gegen Mainz hat bei der sportlichen Führung Narben hinterlassen. Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser nahm die schwache Leistung und die Unruhe bei den Fans zum Anlass, 'Leitwolf' Michael Ballack in aller Öffentlichkeit an den Pranger zu stellen.

Der 35-Jährige stehe gegenüber dem Verein und den Anhängern mehr denn je in der Bringschuld. Von einem ehemaligen Nationalspieler müsse man sportlich mehr erwarten, sagte Holzhäuser dem 'Express'. "Ballack sollte überlegen, ob er sich immer im Sinne des Vereins verhält. Rudi Völler und ich haben darüber mit ihm gesprochen - leider erfolglos", so Holzhäuser.

Die Fronten zwischen Ballack und den Bayer-Bossen sind seit Monaten verhärtet. Laut Medienberichten sind Völler & Co. von Ballacks Auftreten auch abseits des Platzes enttäuscht. Gerade in schwierigen Phasen sollte der 35-Jährige Trainer Robin Dutt und den Verein in der Außenwahrnehmung stärken. Doch zwischen Ballack und dem Übungsleiter herrscht seit Saisonbeginn nicht mehr als ein Burgfrieden. Zudem nehmen die Verantwortlichen dem Oldie übel, dass er die Initiative der Bayer-Vereinsführung, ein Abschiedsspiel in der DFB-Elf für den ehemaligen 'Capitano' ins Leben zu rufen, torpediert.

Michael BallackMichael Ballacks Zeit in Leverkusen ist wohl abgelaufen.
Foto: dpa bildfunk

Ballack-Manager: "Michael Bauernopfer"

"Es ist der Zeitpunkt erreicht, wo wir uns alle eingestehen müssen, dass unsere Überlegungen, die wir vor 20 Monaten hatten, nicht aufgegangen sind. Er hat noch drei Monate Vertrag. Den werden wir professionell abwickeln. Aber wenn ein Verein kommt, werden wir reden", stellte Holzhäuser klar.

Ballack-Manager Michael Becker konterte die Vorwürfe der Bayer-Bosse und ging seinerseits zum Angriff über. "Das ist ein billiger Trick, um von den eigenen Problemen mit dem Trainer abzulenken. Michael ist doch nur das Bauernopfer. Da es offenbar nicht möglich ist, sich derzeit von Robin Dutt zu trennen, musste man einen anderen Sündenbock suchen, und den hat man dann in Michael gefunden", wetterte Becker.

Zudem machte Ballacks Intimus deutlich, dass sich sein Klient der schwierigen Aufgabe stellen werde und nicht, wie von einigen Seiten spekuliert, in den kommenden Tagen zu einem anderen Klub wechseln werde. Der Mittelfeldspieler werde seinen Vertrag trotz der Reiberein erfüllen. Ballack selber wolle sich derzeit zu den Vorwürfen nicht äußern.

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