Gute Zeiten für Tokio Hotel, schlechte Zeiten für ihre deutschen Fans: Die vier Magdeburger Jungs touren derzeit durch Nordamerika, und das ziemlich erfolgreich. Während Tokio Hotel an ihrer US-Karriere basteln, müssen die deutsche Fans sich in Verzicht üben. Doch die Hauptsache ist, dass Bill überhaupt so schnell wieder auf der Bühen stehen kann. Vor sechs Wochen entfernten Berliner Ärzte dem Sänger eine Zyste an den Stimmbändern. Nach dem Eingriff war erstmal schweigen angesagt. "Man muss sich das wirklich vorstellen: Zehn Tage nicht zu sprechen, zehn Tage kein Mucks, kein Laut, kein Ton, gar nichts. Und das hab ich wirklich durchgehalten!", sagt Bill selbst über die schwierige Zeit. Kommunizieren konnte er nur per Schreibblock und Zeichensprache.
Diese Zeit und auch die Wochen vor der OP waren für ihn extrem nervenaufreibend. "Da sitzt jetzt ein Arzt und der sagt zu dir, wir müssen jetzt an deinen Stimmbändern rumschneiden, und du sitzt da als Sänger - das ist all dein Kapital, ich bin eh so zimperlich!", so Bill. Doch der Eingriff ist gut verlaufen. Mit Spätfolgen muss Bill wohl nicht rechnen. Vielleicht auch Dank der ersten 'Sprech'-Stunden beim Arzt. "Das Erste, was wir gemacht haben, war die Sprechstimme wieder herzustellen. Und danach ging's erst an's Singen."
Darauf vier Wochen lang zu verzichten, fiel Bill am schwersten. "Das Erste, was ich gesungen habe, waren die ersten Zeilen von 'In die Nacht'. Bei einem Festival in der Nähe von New York durfte Bill nun auch wieder vor Fans singen. Auch für die deutschen Fans hat das Warten bald ein Ende. Die ausgefallene Show in der Dortmunder Westfalenhalle soll am 13. Juni nachgeholt werden!
Wegen der Stimmbanderkrankung des 18-Jährigen hatte die Band mehrere Auftritte in Europa und auch sechs Konzerte ihrer Nordamerika-Tour absagen müssen. Die Fans von Tokio Hotel haben der Band in dieser schweren Zeit fest zur Seite gestanden.
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