Zu viel Regen: Quali am Sonntag vor dem Rennen

Australien hat sich beim Qualifying zum Großen Preis in Melbourne von seiner unschönen Seite gezeigt. Wegen Regens wurde der Kampf um die Pole Position mehrfach verschoben, unterbrochen und wieder verschoben. Q1 startete mit einer halben Stunde Verspätung. Der Spannung und der Action tat dies zunächst keinen Abbruch – im Gegenteil. Aber dann spielte das Wetter verrückt, Fahren war unmöglich.

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Sebastian Vettel, Red Bull, Formel 1, Melbourne
Regen in Melbourne: Die Quali wurde auf Sonntag verschoben © dpa, Joe Castro

Nach mehreren Versuchen und Verschiebungen entschied die Rennleitung dann um 18:45 Uhr Ortszeit, das Qualifying abzubrechen und auf Sonntagmorgen zu verschieben. Um 11.00 Uhr Ortszeit werden Q2 und Q3 nachgeholt – das bedeutet um 1.00 Uhr deutscher Zeit.

Bis zum Abbruch wurde nur in Q1 gefahren. Reihenweise drehten sich die Piloten auf der nassen Piste von Strecke. Die Abflüge von Lewis Hamilton und Felipe Massa, der seinen Frontflügel verloren hatte, verliefen glimpflich. Bei Sauber-Neuzugang Esteban Gutierrez ging nach einem Einschlag kurz vor Ende von Q1 allerdings nichts mehr. Somit schied der Mexikaner in seinem ersten Qualifying in der Formel 1 gleich nach dem ersten Quali-Abschnitt aus. Ebenfalls die Segel streichen mussten Williams-Pilot Pastor Maldonado, die beiden Caterham-Fahrer Max Chilton und Giedo van der Garde, sowie das Marussia-Duo Jules Bianchi und Max Chilton.

Danach hatten aber nicht nur die sechs ausgeschiedenen Fahrer Feierabend, sondern alle. Der Regen war so stark, die Strecke so nass, dass eine Verlegung auf Sonntag unumgänglich war. Die meisten Teamverantwortlichen und Fahrer hatten Verständnis für die Entscheidung.

Nico Rosberg hingegen wäre lieber weitergefahren. "Schade, dass das Qualifying verschoben wurde, das Auto lief richtig gut, die Bedingungen lagen mir, da wäre garantiert ganz vorne was drin gewesen für uns. Deswegen ist es schade, dass die Strecke nicht abgetrocknet hat", sagte der Mercedes-Pilot, der nach Q1 mit 1:43,380 Minuten der Schnellste war.