Wer uns nicht anerkennt, den werden wir töten: Jürgen Todenhöfers Interview mit einem deutschen IS-Kämpfer im Irak

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"Wir werden eines Tages Europa erobern. Nicht wir wollen, wir werden! Da sind wir uns sicher." Das zumindest behauptet IS-Kämpfer Christian Emde, der inzwischen im Nordirak lebt. Dem Terrorismusexperten Jürgen Todenhöfer ist es als erstem deutschen Journalist gelungen, in die engsten Kreise des Islamischen Staates vorzudringen und mit Emde zu sprechen. Eine Begegnung unter Lebensgefahr.

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Terrorismusexperte Jürgen Todenhöfer im Interview mit dem deutschen IS-Kämpfer Christian Emde.
Als erstem deutschen Journalist ist es Jürgen Todenhöfer gelungen, in die engsten Kreise des IS vorzudringen. © Frederic Todenhöfer

Mossul, eine nordirakische Millionenmetropole in der Hand der Gotteskrieger. Jürgen Todenhöfer war im Dezember dort, nach monatelangen Verhandlungen gab ihm die IS-Führung eine Sicherheitsgarantie. Sein Leben hing von diesem Papier ab, als er den deutschen und zudem äußerst radikalen Dschihadisten Emde trifft.

"Ob ich nach Deutschland zurückkehre, weiß ich nicht, das weiß nur Allah", sagt er im Gespräch. "Aber wir werden definitiv zurückkehren, aber das wird nicht mit Freundlichkeiten sein oder sonst irgendwas. Sondern das wird mit der Waffe sein." Christian Emde war unter den Salafisten, die einst in deutschen Fußgängerzonen Korane verteilten. Er stammt aus Solingen, aus dem Umfeld des Hass-Predigers Pierre Vogel.

Emde: Auch in Deutschland wird es Anschläge geben

"Das ist ein hochintelligenter Dogmatiker, Ideologe, sehr belesen, total brutal, völlig unbelehrbar und hundertprozentig davon überzeugt, dass er das Richtige tut", so Publizist Todenhöfer über Emde, der sich heute Abu Qatada nennt und im Interview sagt, dass es auch in Deutschland Anschläge geben wird: "Der deutsche Staat besonders bekämpft uns, denn er hat Waffenlieferungen an Peschmerga gemacht. Und deswegen müssen sie sich darauf gefasst machen. Definitiv."

Christen und Juden werde man unterjochen, aber nicht umbringen, droht er. So wolle es der Koran. Auf alle gemäßigte Moslems und die verhassten Schiiten aber warte der Tod. "150 Millionen, 200 Millionen, 500 Millionen - uns ist die Anzahl egal", sagt Emde. Absurd? Der IS kontrolliert inzwischen ein Gebiet, größer als Großbritannien. Selbst Kindern drücken sie Waffen in die Hand - auf ihrem Feldzug gegen alle, die anders denken als sie.

Im Video sehen Sie das Interview im 'RTL Nachtjournal Spezial'. Der Titel: 'Wer uns nicht anerkennt, den werden wir töten – Jürgen Todenhöfers Interview mit einem deutschen IS-Kämpfer im Irak'.

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Am 1. Oktober ab 20:15 Uhr

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