Weniger Unfälle: Versicherung fordert rosa Fahrspur für Frauen

21.08.2014 | 13:06
MAG FZ TT Weniger Unfälle: Versicherung fordert rosa Fahrspur für Frauen So könnten die rosa Fahrspuren der Zukunft aussehen.

Mehr Sicherheit durch pinke Fahrspuren für Frauen

Rosa Fahrspuren nur für Frauen sorgen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr – so lautet die These eines britischen Versicherungskonzerns. Kein Wunder, er hat hauptsächlich weibliche Kunden in seiner Kartei und fordert deshalb die pinkfarbene Straße für alle Fahrerinnen.

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Von Merle Wuttke

Dass Frauen weniger Unfälle bauen und insgesamt vorsichtiger im Straßenverkehr unterwegs sind, ist ja schon lange ein alter Hut. Weil aber die statistischen Unterschiede bei Unfällen so eklatant sind, fordert die Versicherung "Sheila’s Wheels", sie auch in der Realität zu berücksichtigen. Was natürlich absurd ist, denn erstens ist die Idee viel zu teuer, zweitens vermittelt sie ein ziemlich anachronistisches Weltbild und drittens könnte man ohne Sonnenbrille ja nicht mehr durch die Stadt oder über die Autobahn fahren bei so viel Pink vor der Nase. Andererseits, wenn man dann auf diese Art nicht mehr den nervigen Macho-Drängler am Hinterreifen kleben hätte.

Dann müsste man aber bitte auch das andere Geschlecht in die Rollen-Schublade stecken. Hübsch etwa wäre ein automatisches Bremssystem, das jeden blöden Männer-Spruch am Steuer mit sofortigem Ausbremsen bestraft oder Airbags in Busenform, damit die Kerle besonders weich und angenehm fallen, wenn sie mal wieder irgendwo aufgefahren sind, wo sie nicht hingehören. Frauen dagegen bräuchten dann natürlich einen pinkfarbenen Wagenheber und Glitzerschrauben und Muttern für den Fall eines Reifenwechsels plus ein Blitzmaniküreset für danach.

Absurde Forderungen wegen Schwarz-Weiß-Denken

Und falls nur noch ein Profi helfen kann, sollte der ADAC überlegen, ob er seine Gelben Engel nicht geschlechterspezifisch aufteilt – Mindestanforderung außer KFZ-Wissen, Körbchengröße D für die weiblichen Mechanikerinnen und das Aussehen und das Sixpack eines Schauspielers wie Alexander Skarsgaard für die männlichen Angestellten.

Schwierig könnte es allerdings werden, wenn so ein heißer Feger einer liegengebliebenen Familie unter die Arme greifen muss – da sollte man ein besten ein Mechaniker-Pärchen zur Unfallstelle schicken, sonst droht wahrscheinlich Ehekrach...

Ach ja, einfach herrlich, diese Schwarz-Weiß. Entschuldigung, Rosa-Blau-Welt. Da dachte man schon mit dem Sieg einer Conchita Wurst würde das Geschlecht endgültig keine Rolle mehr spielen, und jeder auf dieser Erde könnte so leben, lieben (oder Auto fahren) wie er möchte, aber nein: Bestimmte Rollenklischees wollen wohl einfach nicht aus den Köpfen verschwinden – darauf ein Bier, bitte! Aber in rosa!

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