Verhütung: Das sind die Vor- und Nachteile der Kupferkette

Kupferkette kommt ohne Hormone aus

Immer mehr Frauen haben es satt, täglich die kleine Hormonpille zu nehmen. Wird sie nicht regelmäßig eingenommen, ist sie nicht mehr sicher. Außerdem haben inzwischen auch viele jungen Frauen keine Lust mehr, ihren natürlichen Hormonhaushalt künstlich zu verändern. Deshalb steigen immer mehr um - auf die Kupferkette.

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Verhüten mit der Kupferkette
Mit der Kupferkette verhüten - ohne umständliches Gefummel und ohne Hormone. © MORO - Fotolia, Iurii Kryvenko

Sie besteht aus einem Faden, auf welchem vier Kupferglieder aufgezogen sind. Diese sind jeweils 6 mm lang und haben einen Durchmesser von 2,2 mm. Die Kupferkette ist am ehesten mit einer Kupferspirale vergleichbar. Aber aufgrund der flexiblen Länge soll sie auch für junge Frauen geeignet sein.

Dabei ist sie fast genauso sicher wie die Pille. Und weil sie ganz ohne die Hormone Östrogen und Gestagen, die bei der Pille verwendet werden, auskommt, ist die Kupferkette eine echte Alternative für Frauen, die auf ebendiese Hormone verzichten wollen. Die Pille ist zudem nichts für Diabetikerinnen. Auch Raucherinnen über 35 Jahre, Übergewichtige, Frauen mit Bluthochdruck oder koronaren Herzkrankheiten sollten auf die Pille verzichten.

Das Infektionsrisiko bleibt

Doch wie die Spirale hat die Kupferkette einen gravierenden Nachteil: Das Infektionsrisiko bleibt. Besonders junge Frauen, die auch häufiger wechselnde Sexualpartner haben, besitzen ein erhöhtes Infektionsrisiko. Eine Entzündung der Gebärmutter kann zu Komplikationen führen. Außerdem kann die Kupferkette ab einer bestimmten Dicke der Gebärmutterdecke verwendet werden, da sie sonst schlecht verankert werden kann. Frauen, die unter der Kupferspeicherkrankheit Morbus Wilson leiden, fürfen die Kupferkette nicht zur Verhütung verwenden.

Das Einsetzen der Kupferkette kostet rund 300 Euro. Einmal eingesetzt, wirkt sie 5 Jahre lang. Bislang haben nur wenige deutsche Ärzte Erfahrung damit, das Verankern in der Gebärmutter will aber gelernt sein. In Belgien wird die Kupferkette jetzt seit über 10 Jahren eingesetzt und ist inzwischen europaweit zugelassen.

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