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The Script im exklusiven Interview

21.01.13 13:41
Exklusiver Talk mit The ScriptEin echter Frauenschwarm: Sänger Danny O'Donoghue
Foto: Roxana Haus

"Wir brauchen keine Musikpreise"

Das Jahr 2013 könnte schlechter beginnen für The Script: Die drei Iren sind mit ihrer Single „Hall Of Fame“ derzeit in mehr als 30 Ländern in den Top Ten, sind für den BritAward nominiert und haben nun bei uns ihr drittes Album am Start. Ihre perfekte Symbiose aus R'n'B, Pop und Hip-Hop verkauft sich millionenfach und sorgt weltweit für eine eindrucksvoll wachsende Fanbase. Das war nicht immer so. Es gab Zeiten, in denen sie sogar davor waren, ihren Traum von der Musikkarriere aufzugeben. Doch sie haben es geschafft: Es folgten Tourneen mit U2, Take That und Paul McCartney. Wir haben Frontmann Danny O´Donoghue getroffen und erfahren, wem ihre Hitsingle gewidmet ist, warum sie keine Preise brauchen und was man von Sir Paul McCartney lernen kann.

Von Nicole Feybert

Willkommen in Deutschland, Danny. Ich weiß nicht recht, ob ich euch jetzt zur BritAward Nominierung beglückwünschen soll, denn du hast kürzlich gesagt, dass ihr den Award eigentlich gar nicht wollt. Ist das wahr?
Danny O´Donoghue: Es ist eher so: Wir brauchen ihn nicht unbedingt. Es ist toll, nominiert zu sein, aber ihn zu gewinnen ist eine andere Sache. Da steckt so viel Politik hinter: an den „richtigen“ Orten mit den „richtigen“ Leuten abzuhängen - und das ist nicht unser Ding. Wir haben einige Preise gewonnen, ja, aber das hat uns nie davon abgehalten, die zu sein, die wir sind. Wir waren nie Fans dieser hochrangigen Awards oder Fünfsterne-Kritiken. Die Leute mögen unsere Musik, und das ist wichtig.

Ihr scheint euch nicht mit langen Albumtiteln aufzuhalten – „#3“, was steckt dahinter, außer dass es euer drittes Album ist?
Danny O´Donoghue: Auf den ersten Blick scheinen wir ziemlich faul zu sein, unserem Album einfach nur eine Nummer als Titel zu geben. Aber es stecken mehrere Dinge dahinter: Drehst du die Drei um, erhältst du ein E. Das ist der meistbenutzte Buchstabe in der englischen Sprache. Und wir lieben es, mit Wörtern zu spielen. Dann gibt es uns drei in der Band. Das Album wurde in Studio 3 aufgenommen. Der dritte Song auf dem Album ist „Hall Of Fame“ und wurde ein Hit. Und klar, es ist unser drittes Album.

„Hall Of Fame“ steht in mehr als 30 Ländern in den Top Ten und der Erfolg scheint noch lange nicht vorbei zu sein. Wurdet ihr davon überrollt oder hat man, während man einen Song schreibt, schon das Gefühl: „Das hat sehr gute Chancen, ein Hit zu werden“?
Danny O´Donoghue: Der Song ist tatsächlich nach so vielen Zweit-, Dritt- und Viertplatzierungen unsere erste Nr.1 in Großbritannien. Singles sind ja generell eine Werbung für dein Album. Du gibst den Leuten einen Vorgeschmack darauf, wie das Album klingen wird. Manchmal bist du dabei, Songs zu schreiben, und dann ist einer dabei, bei dem du plötzlich denkst 'Ja, das ist es!'. Bei „Hall Of Fame“ war da schon ein sehr gutes Bauchgefühl dabei.

Danny von The Script im InterviewDas dritte Album "#3" von The Script ist bei uns ab 25. Januar erhältlich.
Foto: Roxana Haus
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Will.i.am: "Ich will diesen Song"

Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Will.i.am? (Black Eyed Peas)
Danny O´Donoghue: Bei der Show „The Voice“ war ich als Coach dabei. Wie ich da reingekommen bin, weiß ich bis heute nicht (lacht). Jedenfalls saß ich da gemeinsam mit Will.i.am, Jessie J und Tom Jones. Als wir Pause hatten, habe ich ihm ungefähr sechs Demosongs vorgespielt - „Hall Of Fame“ war übrigens der dritte Song, den wir dreimal vorgespielt haben: schon wieder ein Bezug zum Albumtitel. Will.i.am sagte zu uns: 'Den Song hättet ihr mir besser nicht vorgespielt.' Wir: 'Warum nicht?' Er: 'Weil ich ihn auf meinem Album haben will.' Wir: 'Bekommst du aber nicht.' Wir haben uns dann auf ein Duett geeinigt. Er ist jemand, der in der Musikindustrie einen großen Teil des R'n'B, Hip-Hop und Dance-Bereiches abdeckt, wir stehen für Alternative, Rock und Pop. So können wir mit der Botschaft des Songs eine Menge Menschen erreichen.

… die besagt, dass jeder seine Ziele erreichen kann, wenn er hart genug dafür kämpft. Was hat euch dazu inspiriert, einen Song darüber zu schreiben?
Danny O´Donoghue: Wir haben zur Zeit der Olympischen Spiele vergangenes Jahr in London gelebt, und wir haben nicht nur die dortigen Athleten gesehen, sondern auch ganz normale Leute, die z.B. den Charity-Marathon für die Krebsstiftung gelaufen sind. Das waren nur vier Meilen, aber sie sind die Strecke gelaufen, als ob es für sie um eine Gold-Medaille ging. Zu sehen, wie viel Leidenschaft sie dort hineinsteckten, war faszinierend. Aber diese Menschen haben keine „Hall Of Fame“, sie stehen nicht in der Zeitung und werden auch nicht in den Nachrichten erwähnt, obwohl sie ihre Kraft oft für viel wichtigere Ziele einsetzen als die Athleten der Olympischen Spiele: nimm z.B. Krankenschwestern, Ärzte, Eltern oder Lehrer. Das hat uns dazu veranlasst, einen Song für sie zu schreiben.

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2013-01-21
The Script im exklusiven Interview - RTL.de
Mit ihrem Hit "Hall of Fame" stehen sie derzeit ganz obe in den Charts. Wir trafen Frontmann Danny O Donoghue von The Script zum Interview.
http://www.rtl.de/cms/unterhaltung/musik/the-script-im-exklusiven-interview-2ae42-b312-50-1390210.html
http://autoimg.rtl.de/autoimg/747620/1500x1500/bild.jpg
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