Wirres Wüstenepos Black Gold - Filmkritik
06.02.12

2 von 5 Punkten
'Black Gold'- Von Schlachten und Schmachten
Schaut man sich den Trailer von ‚Black Gold‘, dem neuen Film von Star-Regisseur Jean-Jaques Annaud („Der Name der Rose“, „Sieben Jahre in Tibet“) an, freut man sich auf ein bildgewaltiges Wüstenepos mit hochkarätiger Besetzung. Doch auch Antonio Banderas, Freida Pinto und Mark Strong können die wirre Story um Rivalität, Macht und Ehre im Orient der 1930er Jahre nicht retten.
Um es kurz zu machen: Zwei verfeindete Stammesfürsten kämpfen in der arabischen Wüste um einen Streifen Land. Der siegreiche Fürst (Banderas) erhält als Friedensgarant die Söhne seines Widersachers (Strong). Viele Jahre geht alles gut, bis eines Tages Öl im verbotenen Land gefunden wird und der Kampf von neuem beginnt. Doch sind durch den Tauschhandel komplizierte familiäre Verstrickungen entstanden, die die Handlung des Films völlig zerreißen.
Es werden so viele Probleme beleuchtet und Schicksale dargestellt, dass man das Gefühl hat, hier wären drei verschiedene Drehbücher durch den Reißwolf gejagt und anschließend zu einem zusammengebastelt worden. Da fällt es schwer, richtig in einen Handlungsstrang einzusteigen. Außerdem bleiben sich die Charaktere selbst nicht treu: Sie verraten ihre Prinzipien, wodurch dem Zuschauer die Identifikation erschwert wird. Der Böse ist mal fies, mal nett, der Held vergisst ganz schnell seine große Liebe, als eine andere attraktive Frau daher kommt. Und wofür gestritten wird, ist nach dem Kampf schon nicht mehr wichtig. Da rollt man als Zuschauer im Dunkeln mit den Augen.
Schaut man sich den Trailer von ‚Black Gold‘, dem neuen Film von Star-Regisseur Jean-Jaques Annaud („Der Name der Rose“, „Sieben Jahre in Tibet“) an, freut man sich auf ein bildgewaltiges Wüstenepos mit hochkarätiger Besetzung. Doch auch Antonio Banderas, Freida Pinto und Mark Strong können die wirre Story um Rivalität, Macht und Ehre im Orient der 1930er Jahre nicht retten.
Um es kurz zu machen: Zwei verfeindete Stammesfürsten kämpfen in der arabischen Wüste um einen Streifen Land. Der siegreiche Fürst (Banderas) erhält als Friedensgarant die Söhne seines Widersachers (Strong). Viele Jahre geht alles gut, bis eines Tages Öl im verbotenen Land gefunden wird und der Kampf von neuem beginnt. Doch sind durch den Tauschhandel komplizierte familiäre Verstrickungen entstanden, die die Handlung des Films völlig zerreißen.
Es werden so viele Probleme beleuchtet und Schicksale dargestellt, dass man das Gefühl hat, hier wären drei verschiedene Drehbücher durch den Reißwolf gejagt und anschließend zu einem zusammengebastelt worden. Da fällt es schwer, richtig in einen Handlungsstrang einzusteigen. Außerdem bleiben sich die Charaktere selbst nicht treu: Sie verraten ihre Prinzipien, wodurch dem Zuschauer die Identifikation erschwert wird. Der Böse ist mal fies, mal nett, der Held vergisst ganz schnell seine große Liebe, als eine andere attraktive Frau daher kommt. Und wofür gestritten wird, ist nach dem Kampf schon nicht mehr wichtig. Da rollt man als Zuschauer im Dunkeln mit den Augen.

Auch die Kamerafahrten über die opulenten Wüstenschauplätze können nur teilweise über die unausgereifte Handlung hinwegtäuschen. Wer jedoch einfach nur schöne Schauspieler anschmachten oder imposante Schlachten in der Wüste sehen will, dem mag Annauds ‚Black Gold‘ 130 Minuten lang ein netter Zeitvertreib sein.
Von Paula Kormos


























